Welfen-Gymnasium und Historischer Verein

Über Kurden, Israel und Herzogsägmühle

Ausgewählte Seminararbeiten, in deren Mittelpunkt historische Themen stehen, haben der Historische Verein Schongau und die Fachschaft Geschichte des Welfen-Gymnasiums jetzt präsentiert. Das Spektrum reichte von Herzogsägmühle bis in den Nahen Osten.

Schongau – „Ich kenne die Arbeiten nicht, aber sie wurden mir empfohlen, und ich gehe davon aus, dass sie gut sind“, meinte Wilfried Funke zu Beginn zu den Seminararbeiten, die von Seminarleiter Alexander Mikutta ausgewählt worden sind. Vorgestellt wurden vier Arbeiten, die in den Jahren 2016 bis 2018 in den Seminaren „Der nahe Osten“ und „Was ist Heimat?“ entstanden sind.

Drei davon, nämlich „Die Kurden – ein Volk ohne Staat“, „Die Entstehung und Entwicklung des Staats Israel“ und „Der 2. Nahost-Krieg: Ist Frieden noch möglich? Friedenslösungen und Hindernisse“ sind wissenschaftspropädeutische Seminararbeiten. Die vierte vorgestellte Arbeit, „Schüler gestalten einen Audioguide für die Herzogsägmühle“, ist im Rahmen eines Projektseminars erstellt worden.

Letztere wurde von 15 Schülern zusammen gestaltet und von Fanny Obmann und Sebastian Waldhör vorgestellt. In eineinhalb Jahren haben die Schüler vier Stationen einer Audio-Führung durch Herzogsägmühle gestaltet. Wie man so etwas am besten angeht, erfuhren sie von einem Mediencoach des Bayerischen Rundfunks. Kurz, prägnant, einfach und spannend wurden die Themen Heimat, Geschichte, Flüchtlinge, Wohngruppen, Herberge in Audio-Beiträgen auf den Punkt gebracht.

Kleine Spielszenen lockern den informativen Teil auf. Die Beiträge können auf der Herzogsägmühler Homepage oder an den einzelnen Stationen per Tablet angehört werden.

Loki Forster interessierte sich aufgrund von aktuellen Zeitungsberichten für die Entstehung des Staates Israel und stellte einen informativen Überblick über die wechselvolle Geschichte dieses Landes vor: Angefangen beim Tod des biblischen Königs Salomon und die Eroberung durch Assyrer und Babylonier bis hin zur heutigen politischen Situation.

Ein anderes spannendes Thema, nämlich, ob Frieden in Israel noch möglich ist, ergänzte Selina Krasnic. Voraussetzungen für einen Frieden sind nach ihrer Meinung die Klärung der Territorialfrage mit Hilfe internationaler Unterstützung sowie die Einsicht der Notwendigkeit, diesen Konflikt zu lösen.

„Wenig gehört haben wir dieses Mal nicht“, resümierte nach den überaus interessanten Vorträgen Heide Krauthauf, die Vorsitzende des Historischen Vereins Schongau Stadt und Land. Obwohl dieses Mal „fremde“ Themen für Ortshistoriker auf dem Programm gestanden hätten, habe die Veranstaltung wieder einmal eine Verbindung zwischen dem Verein und der Jugend hergestellt. Die Arbeiten will Krauthauf in die Bibliothek des Historischen Vereins aufnehmen. Für die Schüler gab es als Dankeschön Büchergutscheine.

von Ursula Fröhlich

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