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Wenn der Meister der geschliffenen Linse beim Schongauer Sommer in die Schandgeige muss

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„Meister Tobi“ in der Schandgeige auf dem Schongauer Sommer: Noch kann er lachen, obwohl Ritterfräulein Theresa ihm schon die Klinge an den Hals setzt.
„Meister Tobi“ in der Schandgeige auf dem Schongauer Sommer: Noch kann er lachen, obwohl Ritterfräulein Theresa ihm schon die Klinge an den Hals setzt. © Herold

Lange Gesichter gab es am vergangenen Wochenende bei den Freunden des Mittelalters, die sich auf dem Historischen Markt in historischen Gewändern ablichten lassen wollten. Der beliebte Fotografenmeister, der seine Kunden in die Kleidung von Burgfräuleins, Ritter und Schurken schlüpfen lässt, war nicht aufzufinden. Nur das verschlossene Zelt stand auf dem gewohnten Platz.

Schongau - Das war die schlechte Nachricht. Jetzt die gute: Tobias Fuhrmann hat seine Pforten beim Schongauer Sommer wieder geöffnet. Wem die Groß- oder gar Urgroßeltern nichts auf dem Dachboden an historisch passender Kleidung vererbt haben, aber trotzdem im Outfit der damaligen Zeit für ein Erinnerungsfoto abgelichtet werden will, ist bei ihm genau richtig. Der Meister der „geschliffenen Linse“ lichtet ganze Trinkgelage in historischen Gewändern ab. Selbst Übergrößen können von seinem Team vor Ort eingekleidet werden.

„Meister Tobias“ hat sich extra für diese Veranstaltung vom Theaterverein mit reichlich Klamotten eingedeckt. Natürlich stehen als Deko jede Menge Teile zur Verfügung, die geschickt mit auf´s Bild müssen. Bierkrüge und Humpen, Dreschflegel, Weinballons und Hexenbesen, sogar ein Totenkopf liegt aussagekräftig auf dem Fensterrahmen. Ratzfatz wird man durch den passenden Hintergrund in einen schaurigen Weinkeller gezaubert.

An einem Nachmittag wurde der Spieß aber einmal rumgedreht: „Meister Tobias“ wurde zum Schurken, musste mit Händen und Kragen in die Schandgeige. Sehr zur Freude des Ritterfräuleins Theresa, die den Schurken mit ihrem Schwert in Schach hält. Wie lange Fuhrmann in dieser Position ausharren musste, ist nicht bekannt. Auch nicht, wer ihn aus dieser misslichen Lage befreit hat. Auf alle Fälle steht er jetzt wieder hinter der Kamera.

HANS-HELMUT HEROLD

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