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Die Vorschläge zur Verschönerung des Stadtmauer-Umfelds lassen noch auf sich warten.

Schongau

Wettbewerb zu Stadtmauer-Umfeld: „Manchmal lohnt sich eine Verlängerung“

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Der Realisierungswettbewerb zum Schongauer Stadtmauerumfeld sollte eigentlich noch vor den Allerheiligenferien ein Ergebnis bringen. Doch weil es statt eines ersten nur zwei zweite Plätze gab, müssen die beiden Preisträger nacharbeiten. Damit verschiebt sich auch die für 9. November geplante Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge.

Schongau – Es gab im April eine Bürgerbeteiligung mit Ideenwettbewerb, im Stadtrat wurde ausgiebig diskutiert – das Thema Stadtmauer-Umfeld hat dieses Frühjahr viel Fahrt aufgenommen. Zuletzt war es um das Thema ruhiger, was aber daran lag, dass die teilnehmenden Landschaftsarchitekten und Stadtplaner ihre Beiträge für den Realisierungswettbewerb vorbereiteten, der in engem Zusammenhang mit den parallel laufenden Planungen zur Inwertsetzung der denkmalgeschützten Stadtmauer läuft.

Den spannenden Höhepunkt bildete Ende Oktober die Sitzung des Preisgerichts, das aus mehr als einem dutzend Fachleuten und Stadträten bestand. Einen ganzen Tag lang wurden die Vorschläge der zehn Wettbewerbsbeiträge geprüft, ob sie den Anforderungen entsprachen – neben einer Aufwertung des gesamten äußeren Stadtmauerumfeldes soll durch den Wettbewerb auch die Verbesserung der Aufenthaltsqualität, die Vernetzung des Grüngürtels mit der Umgebung sowie die Neugestaltung von vier Vertiefungsbereichen erreicht werden.

„Das Teilnehmerfeld war gut besetzt“, sagt Stadtbaumeister Sebastian Dietrich. Doch einen Sieger gab es nicht. Einstimmig habe das Preisgericht stattdessen beschlossen, zwei zweite Preise zu vergeben, und zwar an die Münchner Büros „Bauchplan Landschaftsarchitekten und Stadtplaner“ sowie „Lohrer Hochrein Landschaftsarchitekten und Stadtplaner“. Letztere hatten bereits 2013 die Vorplanungen für eine kleine Landesgartenschau in Schongau übernommen, kannten sich vor Ort also schon gut aus. Aus finanziellen Gründen hatte die Stadt damals aber von einer Bewerbung Abstand genommen.

Ein erster Preis wurde beim Wettbewerb nicht vergeben, es wurden jedoch zwei Anerkennungen zugewiesen. Das Preisgericht empfahl den beiden prämierten Wettbewerbsarbeiten, ihre Entwürfe insbesondere im Hinblick auf die Vertiefungsbereiche nördlich der Stadtmauer zu überarbeiten. „Manchmal lohnt es sich, in die Verlängerung zu gehen“, sagte Dietrich.

Er geht davon aus, dass einer der beiden bisher Zweitplazierten nach der Überarbeitung zum Sieger gekürt wird. Das heißt allerdings nicht, dass dieses Konzept auch umgesetzt wird – das wird sich erst in den späteren Gesprächen herausstellen, wo es neben der Umsetzbarkeit auch um finanzielle Aspekte geht. „Da werden wir sehen, wer die Nase vorne hat“, so Dietrich. Bis Jahresende wird das aber nichts mehr werden, „wir müssen ja noch einmal eine Sitzung mit dem kompletten Preisgericht organisieren“, so Dietrich. Die ursprünglich für 9. November geplante Eröffnung der öffentlichen Ausstellung der Wettbewerbsbeiträge und Preisträger wird logischerweise ebenso verschoben, bis der Wettbewerb endgültig abgeschlossen ist.

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