Schnee-Chaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Der Schnee kann kommen: Die Räumfahrzeuge sind bereit . Foto: 

Vorbereitungen abgeschlossen

Winterdienst: Bauhöfe sind gerüstet

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Es wird winterlich: Die ersten Flocken sind bereits gefallen, für die nächsten Tage sagen Meteorologen weitere Schneefälle vorher. Straßenmeistereien wie auch die Bauhöfe in Schongau und Peiting haben sich bereits gerüstet.

Schongau/Peiting – Wer zu jenen Autobesitzern gehört, die für ihren Wagen nicht den Luxus einer Garage in Anspruch nehmen können, der musste die vergangenen Tage immer wieder vor der Fahrt zur Arbeit erst einmal die Scheiben von Eis und Schnee befreien. Nach den fast frühlingshaften Temperaturen in der vergangenen Woche hatte der Winter seine ersten Vorboten geschickt. Für die Winterdienste bedeutete das die ersten Einsätze des Jahres und angesichts der Prognosen dürften in den nächsten Tagen weitere folgen.

Franz Multerer bringt das freilich nicht aus der Ruhe. „Wir haben unsere Vorbereitungen alle abgeschlossen“, sagt der Chef des Peitinger Bauhofs. In den vergangenen Wochen haben seine Mitarbeiter Schneezäune und Schneezeichen montiert, Splittkästen aufgestellt und die acht gemeindeeigenen Fahrzeuge für den Winterdienst umgerüstet. 50 Tonnen Streusalz warten darauf, auf die Straßen gebracht zu werden. „Bei Bedarf können wir innerhalb von 24 Stunden Nachschub ordern“, sagt Multerer. Zwischen 200 und 250 Tonnen Salz werden im Peitinger Bauhof bei einem strengen Winter benötigt. Im vergangenen Jahr waren es aufgrund milder Temperaturen gerade einmal 120 Tonnen. 13 eigene Mitarbeiter hat Multerer für den Winterdienst im Einsatz, dazu kommen zwei Subunternehmer, die im Bedarfsfall mit eigenen Fahrzeugen aushelfen.

Auch bei der Stadt Schongau hat man sich für die kalte jahreszeit bereits gerüstet. Ende vergangener Woche seien die letzten Vorbereitungen abgeschlossen worden, teilt Hauptamtsleiterin Bettina Schade mit. Wie in Peiting stellten die Bauhofmitarbeiter Schneezäune und Schneezeichen auf und brachten Salz- und Splittkisten aus. An zwölf Fahrzeugen wurde die Winterausrüstung montiert. Auch in der Lechstadt lagern im Bauhof 50 Tonnen Salz, auf weitere 160 Tonnen könne bei Bedarf kurzfristig zugegriffen werden, so Schade. Insgesamt 30 Mitarbeiter seien im Winterdienst beschäftigt, dazu kommen zwei Fremdfirmen.

Doch wie wird eigentlich entschieden, ob geräumt werden muss? Sowohl in Peiting als auch in Schongau läuft die Alarmierung über Telefon. „Bei uns hat immer ein Mitarbeiter eine Woche lang Weckdienst“, erklärt Multerer. Dieser drehe um 3 Uhr seine Runde durch den Ort. Schneit es oder sind die Straßen glatt, verständige dieser die Fahrer der Großräumfahrzeuge, anschließend würden die Handtrupps alarmiert. Geräumt werde von innen nach außen, wobei Zufahrtsstraßen und unter der Woche die Straßen vor Kindergärten und Schulen zuerst an der Reihe seien, so der Bauhof-Chef. Erst zum Schluss folgen die Wohngebiete.

Nicht immer stößt die Arbeit des Winterdienstes auf Verständnis. Oft muss sich Multerer mit erzürnten Anrufern auseinandersetzen, „wenn der Schnee mal wieder nicht da liegt, wo er laut Meinung des Bürgers eigentlich liegen sollte“, oder die eigene Einfahrt vom Räumfahrzeug mit Schnee zugeschoben worden sei. In seinen 20 Dienstjahren hat der Bauhof-Chef in dieser Beziehung schon so einiges erlebt. Das härtet ab. „Wir können es nicht jedem recht machen.“

Auch wenn es derzeit so aussieht, als würden die Bauhofmitarbeiter in Schongau und Peiting in den nächsten Tagen genug zu tun haben mit Einsätzen im Winterdienst: An Beschäftigung mangelt es auch nicht, sollten die Temperaturen wieder milder werden. Ob Gebäudeunterhalt, Baumpflege oder kleinere Asphaltierungsarbeiten: „Die Arbeit geht uns sicher nicht aus“, sagt Multerer.

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