Freuen sich auf Schongaus Grünen-Sommer-Markt (v.l.): Organisatorin Sophia Albrecht von der Brauerei Oberland mit Bürgermeister Falk Sluyterman.
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Freuen sich auf Schongaus Grünen-Sommer-Markt (v.l.): Organisatorin Sophia Albrecht von der Brauerei Oberland mit Bürgermeister Falk Sluyterman.

Markt soll zum Treffpunkt werden

In den Ferien: Schongauer Wochenmarkt mit Fressbuden und Hüpfburg

  • Elena Siegl
    vonElena Siegl
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Das Programm ist umfangreich: Straßenmusiker, mehr Fieranten und Aktionen für Kinder sind in den Ferien für den Wochenmarkt auf dem Schongauer Marienplatz geplant. Die Aufwertung soll zahlreiche Besucher anlocken und den Marktleuten ebenso wie den Einzelhändlern in der Corona-Zeit helfen.

  • Jeden Freitag findet auf dem Marienplatz in Schongau der Grüne Markt statt
  • In den Ferien sollen mehr Fieranten kommen
  • Auch Aktionen für Kinder sind geplant

Schongau – Über den Marienplatz bummeln, an den verschiedenen Marktständen einkaufen, essen und der Straßenmusik lauschen, während sich die Kinder auf der Hüpfburg austoben – so stellt sich Sophia Albrecht von der Brauerei Oberland den Schongauer Wochenmarkt in den Sommerferien vor. Der klassische Markt, der jeden Freitag in der Altstadt stattfindet, soll in den Ferien aufgewertet werden und zum Anlaufpunkt für alle Daheimgebliebenen aus der Region und Binnentouristen werden.

Seit der Corona-Krise verkauft die Brauerei, die im Schongauer Brauhaus ansässig ist, ihr Bier auf dem Markt, erklärt Sophia Albrecht, wie sie auf die Idee gekommen ist. „Das war für uns eine große Hilfe, als wir nicht öffnen durften.“ Während des Verkaufens sei Albrecht mit den anderen Anbietern ins Gespräch gekommen und hat so von deren Sorge erfahren, das Geschäft könnte im Sommer noch einmal einbrechen. Schon während der Krise mussten die Fieranten laut Albrecht mit weniger Kunden zurecht kommen.

Schongauer Wochenmarkt in den Ferien bis 16 Uhr geöffnet

Da sie als Auszubildende zur Veranstaltungskauffrau zur Zeit nur wenig zu tun hat, schmiedete sie einen Plan, wie der Markt in den Ferien attraktiviert werden kann, um Fieranten ebenso zu helfen wie Gastronomen, Einzelhändlern und Musikern.

Zum einen gehört zu ihrem Konzept, dass der Markt nicht wie üblich schon um 13 Uhr schließt, sondern zahlreiche Aussteller bis 16 Uhr bleiben. Außerdem sollen zum klassischen Markt weitere Angebote hinzukommen – „ein paar Fressbuden sozusagen“, sagt Albrecht: Beim Gastrokind gibt’s Kaffee und Kuchen, die Feinschmeckermanufaktur Christian Loisl bietet Gewürze, Säfte und Fisch im Glas an, die Viktualienwerkstatt backt Waffeln und beim Alpenland Tourismus werden Burger gebraten. Außerdem gibt es beim Stand des Brauhauses Schweinsbratensemmeln und die Ruhrpott Kitchen hat unter anderem Currywurst im Angebot.

Pfadfinder bieten Aktionen für Kinder auf dem Schongauer Wochenmarkt an

Auch für die Kinder ist gesorgt. „Viele werden in den Ferien wohl daheimbleiben“, so Albrecht. Auf dem Markt können sie auf der Hüpfburg toben, zusätzlich bieten die Pfadfinder des Lechrain-Stammes verschiedene Spiele an. Außerdem werden an den Markttagen Musiker in der Stadt unterwegs sein. Zum Beispiel die Chihuahua Blues Company oder Michaela Elkemann.

Um zum Verweilen in der Altstadt einzuladen, hat Albrecht mehrere Sitzinseln vorgesehen, die in einigem Abstand zueinander auf dem Marienplatz aufgestellt werden. „So wollen wir von Anfang an dafür sorgen, dass sich die Leute verteilen und es keine größeren Ansammlungen gibt.“ Schließlich ist die Corona-Krise noch nicht vorbei.

Hygienekonzept für Schongauer Wochenmarkt

„Für alles gibt es ein Hygienekonzept“, betont deshalb auch Bürgermeister Falk Sluyterman. Dazu gehöre natürlich auch das Abstandhalten. „Wir sind zuversichtlich, dass die Menschen vernünftig sind und sich daran halten.“ Sluyterman freue sich, dass Sophia Albrecht mit ihrer Idee auf die Stadt zugekommen sei. Den Großteil habe sie mit der zweiten Bürgermeisterin Daniela Puzzovio abgesprochen, die sich ebenfalls sehr für den Markt eingesetzt habe. „Und ich stehe natürlich auch zu hundert Prozent hinter der Idee“, so Sluyterman. Auch viele Einzelhändler seien begeistert. „Ich habe schon jetzt viele positive Rückmeldungen erhalten“, freut sich Sluyterman.

Für die Abschlussveranstaltung plant Albrecht noch ein paar mehr Besonderheiten. Allerdings will sie noch nicht zu viel verraten, auch, weil die Coronaentwicklung und damit verbundene Auflagen im Auge behalten werden müssen. Eines würde sie aber freuen: Wenn viele Bürger den Markt für sich entdecken – und auch nach den Ferien gerne in der Altstadt einkaufen.

Der Grüne Markt

ist jeden Freitag ab 8 Uhr auf dem Schongauer Marienplatz. In den Ferien, zwischen 31. Juli und 4. September, kann bis 16 Uhr eingekauft werden.

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