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Der Bikepark in Schongau ist ein Leader-Projekt.

Zur Halbzeit der Förderperiode

300 000 Euro extra für Leader-Aktionsgruppe

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Das europäische Förderprogramm für den ländlichen Raum Leader ist in Bayern so erfolgreich wie nie. Besonders aktive Lokale Aktionsgruppen bekommen nun mehr Geld zur Verfügung gestellt. Dazu gehört auch die LAG Auerbergland-Pfaffenwinkel.

Schongau– „Natürlich freuen wir uns darüber“, sagt Elisabeth Gutmann. Sie ist Geschäftsführerin der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel. Deren Ziel ist es, die ländliche Entwicklung in der Region zu unterstützen, indem sie entsprechende Projekte finanziell fördert. 300 000 Euro bekommen die 31 aktivsten Bündnisse nun zusätzlich zur Verfügung gestellt. Am 18. Dezember wird Landwirtschaftsminister Helmut Brunner die Förderbescheide persönlich in München übergeben.

Das zusätzliche Budget kann die LAG Auerbergland-Pfaffenwinkel gut gebrauchen. Zur Halbzeit der aktuellen Förderperiode, die von 2014 bis 2020 dauert, sei die Summe von 1,1 Millionen Euro, die für Einzelprojekte zur Verfügung stehe, bereits nahezu aufgebraucht, erklärt Gutmann. Genau 992 000 Euro seien seit 2014 in zehn bewilligte Leader-Vorhaben geflossen. Von den EU-Mitteln profitierten unter anderem der Bike-Park und das Lechfloß in Schongau. Auch die Umsetzung des Projekts „Lernort Herzogsägmühle“ zählt dazu. Mit den Zuschüssen seien Investitionen von 2,3 Millionen Euro einher gegangen, hebt die Geschäftsführerin hervor. „Für die Region ist das ein richtiges Konjunkturprogramm.“

Weitere Projekte dürften nach der Aufstockung des Budgets schon bald folgen. Das Interesse an der Leader-Unterstützung ist nach wie vor sehr groß. „Natürlich haben wir mehrere Vorhaben im Auge, die wir zuletzt vertrösten mussten, weil uns die Mittel fehlten“, sagt Gutmann, die allerdings noch keine Details nennen möchte. Manche Einzelprojekte habe man wegen der finanziellen Lage versucht, im Rahmen einer Kooperation umzusetzen. Denn von den 400 000 Euro, die der Aktionsgruppe hierfür zur Verfügung stehen, wurde bislang nur ein Viertel der Summe gebraucht. „Das liegt einfach daran, dass die Umsetzung hier viel aufwendiger ist und mehr Zeit erfordert“, erklärt die Geschäftsführerin. „Mit der Aufstockung können wir jetzt den Fokus wieder stärker auf Einzelprojekte legen.“

Am Montag tritt der neu gewählte Lenkungsausschuss der LAG Auerbergland-Pfaffenwinkjel im Landratsamt in Weilheim zusammen, um unter anderem den Aktionsplan für die kommenden beiden Jahre zu beraten. Beschlossen werde dieser dann auf der Mitgliederversammlung Anfang nächsten Jahres, so Gutmann.

So viele Projekte wie in der ersten Förderperiode von 2007 bis 2013, als die LAG Auerbergland-Pfaffenwinkel über 30 Vorhaben umsetzen konnte, dürften es diesmal allerdings nicht werden. Die damalige Situation sei eine Ausnahme gewesen, sagt Gutmann. „Wir haben einen regelrechten Stau abgearbeitet.“ Insgesamt 2,3 Millionen Euro flossen damals aus dem Leader-Topf in die Region.

Lenkungsauschuss tagt:

Die nächste öffentliche Sitzung des Lenkungsausschusses der Lokalen Aktionsgruppe Auerbergland-Pfaffenwinkel findet am Montag, 27. November, um 19 Uhr im Sitzungssaal Zugspitze des Landratsamtes in Weilheim statt.

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