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Eine Ladesäule soll am Buchenweg aufgestellt werden.

Stadtrat

Zwei neue E-Ladesäulen für Schongau

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Die Stadt bekommt noch dieses Jahr zwei zusätzliche E-Ladesäulen, und zwar am Buchenweg nahe des Bahnhofs und in der Altstadt am Parkplatz in der Amtsgerichtstraße, oberhalb der Tiefgarage. Sogar eine dritte Säule könnte bald noch dazukommen.

Schongau– Vergangenes Jahr im Juli hatte sich Stadtbauamts-Mitarbeiter Martin Blockhaus nach einem SPD-Antrag schon intensiv um das Thema „zusätzliche Ladesäule“ gekümmert. Doch das Thema wurde vertagt – man wollte erst wissen, ob der Landkreis ein Konzept hat (da gab es keine positive Antwort) oder etwas im Rahmen des IKEK mit Altenstadt und Peiting umgesetzt werden könnte. Weil Letzteres zwar möglich wäre, aber nicht bis August 2018, wenn das Bundesförderprogramm ausläuft, geht die Stadt das Thema alleine an.

Einen ersten Erfolg gab es bereits: Die Bewerbung für das Förderprogramm zusammen mit den Lechwerken (LEW) war erfolgreich, zwei Ladesäulen werden mit 40 Prozent gefördert. Sogar eine dritte Säule von Erdgas Schwaben wäre möglich, doch laut Blockhaus wolle man sich erst auf die anderen beiden konzentrieren.

Bisher gibt es eine E-Ladesäule am Münzgebäude-Parkplatz. „Dort finden monatlich 25 bis 30 Ladevorgänge statt, mit steigender Tendenz“, wusste Blockhaus. Als weitere Standorte hatte die Stadt bei der Bewerbung vorläufig die Parkplätze am Buchenweg und am Volksfestplatz angegeben, doch wollte sie mit einer umfangreichen Untersuchung und zahlreichen Parametern wie vorhandener Stromnetz-Anschluss, Erreichbarkeit und ÖPNV-Nähe herausfinden, welche Standorte die besten sind. Ausgeschlossen wurden von vornherein die Münzstraße und der Lindenplatz (zu hocher Parkdruck, Entfall zweier Stellplätze), die Christophstraße (nur Längsparker und viele Anwohner-Parkplätze) sowie V-Markt und am Industriegebiet Lerchenfeld/B 17 (nicht Aufgabe der Stadt).

Eine zweite Säule soll an die Amtsgerichtstraße

Auf Stärken und Schwächen untersucht wurden schließlich fünf mögliche Standorte. Der ohnehin geplante Standort am Buchenweg schneidet mit 88 von 100 möglichen Punkten in der internen Bewertung am besten ab, weil unter anderem der Bahnhof in der Nähe ist, alle nötigen Voraussetzungen vorhanden sind und es keine Probleme mit Anwohnern gibt. Der Standort Volksfestplatz dagegen liegt mit nur 60 Punkten weit abgeschlagen am Ende, weil dort außer Parkplatz nichts ist, was Strom-Tanker anlocken könnte. Besser schnitten der Parkplatz oberhalb der Tiefgarage (80 Punkte), der Fanschuhparkplatz (75) und der Schaegger-Platz (73) ab. Deshalb plädierte Blockhaus neben dem ohnehin geplanten Buchenweg für Amtsgerichtsstraße statt Volksfestplatz.

In der folgenden Debatte ging es den Stadträten weniger um die Standorte als um Themen wie: Müssen die Nutzer während des Ladevorgangs Parkgebühren entrichten? Während Martin Schwarz (SPD) unbedingt auf eine Befreiung pochte, war Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) anderer Meinung: „Das würde unser Parkraumkonzept konterkarieren.“ Auch Ralf Schnabel (UWV) plädierte für „Nicht-Zahlen“ beim Aufladen, Gregor Schuppe (ALS) schon, weil die Gesamt-Öko-Bilanz eines Elektro-Autos nicht so toll sei, wie es immer heiße.

Könnte ein Autofahrer theoretisch den ganzen Tag an einer E-Ladesäule stehen?, wollte Marianne Porsche-Rohrer (CSU) wissen. Unrealistisch, meinte Blockhaus: Wenn er nicht lädt, bekommt er einen Strafzettel, und weil das Aufladen Geld kostet, rentiere sich das nicht. Sluyterman beendete schließlich die Debatte: man könne das Thema später behandeln, jetzt gehe es erst einmal um die Entscheidung für die zwei Ladesäulen. Mit 17:6 Stimmen wurden die Standorte Buchenweg und Amtsgerichtstraße beschlossen.

Und was ist mit der möglichen dritten Säule? Schwarz hatte für die Fanschuhstraße plädiert, was auch Sluyterman interessant fand, Schnabel brachte das Plantsch ins Spiel – doch Sluyterman wollte erst einmal abwarten, wie die anderen Standorte angenommen werden. Schließlich kosten die beiden Ladesäulen der Stadt auch Geld, geschätzt 4000 bis 6000 Euro in sechs Jahren.

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