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Das umsichtige Vorgehen der Feuerwehr Schongau lobt der 46-Jährige, in dessen Wohnung es in Schongau gebrannt hatte. Das „Altinum“ grenzt direkt an.

Zwei Tage nach dem Brand

Schongauer dankt Feuerwehr, denn „ich habe in die Hölle geschaut“

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„Als ich die Treppe raufkam, habe ich in die Hölle geschaut.“ Noch zwei Tage nach dem Brand in seiner Schongauer Wohnung ist Robert Fremmer ganz schockiert. Und gleichzeitig voll des Lobes für die Arbeit der Schongauer Feuerwehr.

Schongau Wie berichtet, löste am Samstag gegen 17 Uhr ein technischer Defekt das Feuer aus, vermutlich war es ein Kabelbrand hinterm Schreibtisch. Robert Fremmer hielt sich zu dieser Zeit ein Stockwerk tiefer in der Küche auf, als er einen Knall hörte. „Ich stand einem Inferno gegenüber, wie ein großes Lagerfeuer im Zimmer, und es gab einen unglaublich heißen Wind, unvorstellbar“, erzählt er. Und ist im Nachhinein gleichzeitig ein bisschen stolz: Bis zum Eintreffen der Feuerwehr nach nur fünf Minuten, hatte er „den Kampf mit dem Feuer angenommen – nur mit einem Eimer Wasser und dem Feuerlöscher – und ich habe gewonnen“. Und das abgesehen vom Feuerschein im Dunkeln, denn die Sicherung war sofort rausgeflogen.

Die Feuerwehr leistete dann ganze Arbeit – „dafür bin ich sehr dankbar, vor allem auch für die Hilfsbereitschaft“, so der 46-Jährige. Der Schongauer hatte sich eine Rauchvergiftung zugezogen, wurde ambulant im Krankenhaus behandelt, sonst geht es ihm aber gut. Die Versicherung hat den Schaden bereits begutachtet. In Flammen aufgegangen ist so einiges, „aber nichts von ideellem Wert“, so Robert Fremmer. Seinen Lieblingsbass, mit dem er seine Konzerte spielt, hatte der Musiker noch retten können, zwei weitere Bässe sind allerdings komplett verkohlt, bei zwei Instrumenten müsse er erst noch sehen, ob sie zu retten seien. Alles nicht dramatisch, alles ersetzbar. „Aber wenn ich im Keller in der Werkstatt gewesen wäre, wäre das ganze Haus abgebrannt“, ist sich Robert Fremmer sicher.

„Er ist mit einem blauen Auge davongekommen, alles ist nochmal gut gegangen“, ist Roberts Mutter Christine Fremmer-Dranitsyn froh, dass alles so glimpflich abgelaufen ist. Vor allem hat sie nur gute Worte für die Nachbarschaft. Weil in der Wohnung nach dem Brand alles die Farbe Schwarz in Schwarz angenommen hat, laufen überall in der Nachbarschaft jetzt die Waschmaschinen. Das bestätigt auch der 46-Jährige, der dankbar ist für die Hilfe und froh, dass in Schongau die Nachbarschaft noch so gut funktioniert. Die Schongauer Feuerwehr sei sowohl professionell, als auch behutsam vorgegangen, lobt Christine Fremmer-Dranitsyn, „es gibt nicht einmal einen Wasserschaden.“ Auch wegen der direkt angrenzenden Wohngemeinschaft „Altinum“ war die Feuerwehr gleich mit einer knapp 40 Mann starken Besatzung ausgerückt. Bis zu sechs ausschließlich intensivpflegebedürfige Patienten leben dort, die Feuerwehr hat für das Haus einen eigenen Evakuierungsplan, der jedoch nicht benötigt wurde.

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