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Helmut Maucher nutzte den Donnerstagabend, um in Schongau für das Volksbegehren zu unterschreiben. 

Zwischenbilanz

Volksbegehren „Rettet die Bienen“ stößt im Schongauer Land auf großes Interesse

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Das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ liegt offensichtlich vielen Menschen im Schongauer Land am Herzen. Das zeigt sich in den Rathäusern, wo bis zum Freitag bereits tausende Bürger ihre Unterschrift geleistet haben. 

Schongau/Peiting – „Bei uns ist die Zehn-Prozent-Hürde bereits überschritten“, berichtet Martin Kessler, Leiter des Bürgerservice in Schongau. Knapp 1000 Bürger haben in Schongau für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ schon unterschrieben. Mehr als bei den bisherigen Volksbegehren. Und weitere fünf Tage besteht noch die Gelegenheit, für den Artenschutz zu unterschreiben.

„Heute war’s brutal“, so der kurze Kommentar von Martin Kessler am Donnerstagabend im Schongauer Rathaus. An diesem Tag hatte der Bürgerservice bis 20 Uhr seine Türen geöffnet, damit sich die Leute, die untertags verhindert sind, sich in die Listen des Volksbegehrens „Artenvielfalt – Rettet die Bienen“ eintragen konnten. Die Beteiligung hat alle Erwartungen übertroffen. Allein um die 300 Unterschriften wurden an diesem Donnerstag gezählt. Die Möglichkeit, nach Dienstschluss seine Unterschrift abzugeben, nutzte auch Helmut Maucher. Als Leiter der Polizeiinspektion Marktoberdorf ist es ihm während der regulären Öffnungszeiten des Rathauses in Schongau nicht möglich, dorthin zu kommen. Ausgenommen der Samstagvormittag, an dem man mit dem Stadtbus kostenlos zum Rathaus fahren kann, um bis 13 Uhr zu unterschreiben.

In Peiting liegt die Zahl der Unterschriften sogar noch höher als in der Nachbarstadt. Gut 1300 Bürger hatten bis Freitag unterschrieben. „Die Leute stehen zwar nicht Schlange, aber es ist stetig jemand da, der unterschreiben will“, sagte Geschäftsleiter Stefan Kort, der im Vergleich zu früheren Volksbegehren eine deutlich regere Beteiligung ausgemacht hat.

Auf dem Land findet das Volksbegehren dagegen weniger Unterstützer. Im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Altenstadt (fünf Gemeinden) wurden bis gestern rund 730 Unterschriften geleistet, teilten Petra Kögel und Nadine Hofmann mit. In Steingaden hatten im gleichen Zeitraum rund 250 Bürger unterschrieben. Dort hat man an den Nachmittagen zusätzliche Öffnungszeiten wegen des Volksbegehrens eingerichtet. Am Donnerstag war das Rathaus bis 20 Uhr geöffnet. Das längere Zeitfenster hätten viele Bürger genutzt, berichtete Verwaltungsmitarbeiterin Magdalena Straub. hh/chpe/mg

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