Fußgängerzone Schongau

Repper bereitet Klage gegen Stadt vor

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Schongau - In der Stadtratssitzung kritisierten Bürgermeister Falk Sluyterman und Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt, dass Rene Repper, Vorsitzender des Handelsverbands in Schongau, Geschäftliches und Privates vermische.

Außerdem habe Rene Repper seinen Anwalt bereits vergangenen Dezember eingeschaltet, also weit vor Eröffnung der Fußgängerzone, ärgerte sich Sluyterman.

Das bestätigt Repper auf Nachfrage. „Ich wollte ja schon damals juristisch gegen die Einführung der Fußgängerzone vorgehen. Aber meine Rechtsschutzversicherung hat gesagt, bevor der Schaden nicht eingetreten ist, kann man nichts machen.“ Jetzt sei der Schaden da, Repper sprach vor den Sommerferien von 65 Prozent Umsatzrückgang.Repper ärgerte sich über Voigt, die ihn in der Sitzung zitiert hatte, auch seine Geschäfte gingen wieder besser: „Wenn es statt 65 Prozent nur noch 40 Prozent Umsatzrückgang, kann man nicht von einer großen Verbesserung sprechen.“

Trostlose Fußgängerzone im Winter?

Repper fürchtet die nasskalte Jahreszeit, wenn auch Ballenhaus- und Jeanscafe die Tische hereinhole – dann werde die Fußgängerzone vollends trostlos. Für ihn ist sicher, dass er nächstes Jahr seinen Media-Laden in der Altstadt aufgebe, wenn sich an der Verkehrssituation nichts ändere. Und er rechne nicht damit, den Laden in dem Haus, das ihm gehört, schnell wieder vermieten zu können. „Das wird ein jahrelanger Leerstand sein“, prophezeite er. Deshalb zähle für ihn jeder Tag. Er habe noch die Sitzung am Dienstag abwarten wollen, werde sich aber schnellstmöglich mit seinem Anwalt zusammensetzen, um eine Klage am Verwaltungsgericht gegen die Stadt vorzubereiten. „Die Zusage der Rechtsschutzversicherung ist da. Die Sache läuft“, kündigte Repper an.

Rubriklistenbild: © Archiv Herold

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