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Papiersäcke und Kartonagen sind über das Wochenende in der Schongauer Altstadt und in angrenzenden Gebieten liegen geblieben.

In Schongau Sammeltermin übersehen

Dumm gelaufen: Altpapier bleibt liegen

Schongau - Ausgerechnet direkt vor dem angekündigten Wintereinbruch mit Schnee und Sturm blieben die Bewohner und Gewerbetreibenden in einigen Teilen Schongaus auf ihrem Papiermüll sitzen.

„Dumm gelaufen“, räumt Abfallberaterin Claudia Knopp von der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA) ein. Aber an der Fußball-Abteilung des TSV Schongau lag es nicht. Die hatte am 9. Januar zwar einen Sammeltermin für Papier und Pappe in Schongau, doch nicht im gesamten Stadtgebiet, sondern nur im Dornauer Feld und westlichen Stadtbereich bis zur Verkehrsspinne. „Mehr schaffen wir einfach nicht“, sagt Günther Fastner, Vize-Chef der Schongauer Fußballer. Denn sonst müssten noch zwei. drei Fahrzeuge angemietet werden, das koste Geld, und im Endeffekt bliebe für die Fußball-Abteilung dann nichts mehr übrig. Die Papiersammlung wird von 30 bis 35 ehrenamtlichen Helfern der Fußball-Abteilung abgewickelt, mit Fahrzeugen, die von Firmen kostenlos zur Verfügung gestellt werden.

Liegen geblieben sind am Samstag in Schongau Papiersäcke und Pappe in der Altstadt, in der Lechvorstadt und im Gebiet Altenstadter Straße. Dafür ist die Firma die Hubert Schmid Recycling aus Marktoberdorf zuständig.

„Die Abstimmung der EVA mit der Firma Schmid hat zum Jahresanfang leider noch nicht so geklappt wie gewünscht“, teilte Yvonne Voigt, Wirtschaftsförderin der Stadt Schongau, gestern mit. Auch im Schongauer Rathaus sind nämlich schon Reklamationen eingegangen, warum das Altpapier am vergangenen Wochenende nicht termingerecht abgeholt worden sei. In einigen Straßen türmten sich Berge von Altpapier und Kartonagen. Zum Glück gab es am Wochenende kaum Wind, sondern wären Papierfetzen und Pappe im Stadtgebiet verstreut worden.

Mit der Abholung von Altppaier und Kartonen bessern die Schongauer Vereine (Fußballer, Handballer, Eislauf-Abteilung und Minisatranten) bekanntlich regelmäßig ihre Vereinskassen auf. Ihr Geld erhalten sie von der Firma UPM, bei der sie das Altpapier abliefern.

„Koordiniert werden müssen die Einsätze jedoch von der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft“, so der Hinweis von Yvonne Voigt.

Da manche Vereine aufgrund personeller Unterdeckung nicht das gesamte Stadtgebiet bedienen können, springt als Unterauftragnehmer regelmäßig und in der Regel auch zuverlässig die Firma Schmid aus Marktoberdorf ein. Und da hat es diesmal anscheinend Abstimmungsschwierigkeiten mit der EVA gegeben.

„Am heutigen Dienstag ab 6 Uhr früh wird die Sammlung nachgeholt. Die Altstadt wird wie immer als erstes bedient“, kündigt Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt an. Säcke und Kartonagen können also in diesem Fall stehen gelassen werden.

Zu beachten ist allerdings: „Wo heute auch die gelben Säcke abgeholt werden, bitte auf deutliche Trennung achten“, so der Appell von Yvonne Voigt.

Michael Gretschmann

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