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Bei brütender Hitze fand die erste Kostümprobe auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz statt, die die Darsteller kräftig zum Schwitzen brachte. In der Szene weint eine Mutter verzweifelt um ihr verschwundenes Kind.

Bürgermeister-Schaegger-Platz

Sonnenbrillen zum historischen Kostüm

Schongau - Auf dem Bürgermeister-Schaegger-Platz steht die Hitze, auf der Bühne tummeln sich bunt kostümierte Gestalten. Mittendrin Henkerstochter-Autor Oliver Pötzsch. Die erste Kostümprobe für das Schauspiel von der Henkerstochter ist in vollem Gange.

Das Bühnenbild ist noch auf ein Minimum beschränkt. Lediglich ein antikes Holzbett steht auf der Bühne, etwas entfernt eine alte Schulbank. Vor der Bühne spendet ein Pavillon Schatten. Darunter haben sich einige Helfer und Darsteller versammelt. Die anderen haben sich unter die schattigen Bäume zurückgezogen. Es ist wirklich sehr heiß bei der ersten Probe seit langem auf dem Schaegger-Platz, der durch verschiedene Veranstaltungen belegt oder wegen Regens nicht nutzbar war. Vor allem in den aufwändigen Kostümen kommt man fast bei jeder Bewegung ins Schwitzen.

Auch Oliver Pötzsch, der bei der Premiere eine kleine Statistenrolle übernehmen wird, hält es nicht lange auf dem Platz. Er ist hauptsächlich gekommen, um sein Kostüm anzuprobieren. Mit Regisseur Maximilian Geiger bespricht er noch ein paar Einzelheiten, bevor er sich wieder verabschiedet.

Von der Bühne dringen herzzerreißende Schreie herüber. Unter dem Bett liegt Vianne Wenninger, die die kranke Clara Schreevogl spielt. Danach weint ihre Mutter verzweifelt am Bett, Hausangestellte und Nachbarn versammeln sich um sie. Geiger ist mit der Ansammlung noch nicht ganz zufrieden. Mehrmals müssen sich die Darsteller neu ums Bett gruppieren. Einige von ihnen haben Sonnenbrillen auf der Nase. Ein lustiger Anblick zu den alten Kostümen.

Nicht ganz stilecht, aber bei dem Wetter unvermeidlich: Die Sonnenbrille zum historischen Kostüm.

Auch verschiedene andere der über 30 Szenen, wie zum Beispiel im Haus des Henkers, werden noch geprobt. Das heißt für die Darsteller, dass sie stundenlang vor Ort sein müssen, auch wenn es vielleicht nur um einen kleinen Einsatz geht. Die Stimmung ist trotzdem bestens. Die vielen gemeinsamen Proben haben die Gruppe zusammengeschweißt, Freundschaften sind entstanden. Man vertreibt sich die Zeit bei Essen und kühlen Getränken.

„Wir sind wie eine große Familie“, lacht Devani Mahner. Sie spielt eine reisende Händlerin. Zu der Rolle, bei der sie durch ihre Tochter unterstützt wird, kam sie durch ihren Nachbarn Geiger, der einfach nachgefragt hat, ob sie nicht Lust hätte, eine kleine Rolle zu übernehmen. Die Proben gefallen ihr sehr gut, da fällt es nicht schwer, einen Tag des Wochenendes zu opfern. Das ist der Grundtenor bei den Darstellern. Und die Hitze ist auch nicht so schlimm. Hauptsache es regnet bei den Aufführungen nicht.

Ursula Fröhlich

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