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Sechs Parkplätze gibt es vor dem Lechwirt – für die Umbaupläne müssen noch vier weitere folgen.

Lösung gesucht

Stellplatz-Problem bei Lechwirt-Umbau

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Schongau - Große Pläne haben Olivera und Dejan Bondokic, die neuen Besitzer des Lechwirts. Die Pläne wurden jetzt im Bauausschuss vorgestellt. Dabei offenbarte sich ein massives Stellplatz-Problem, das gelöst werden muss.

Die Grundzüge der Planung sind dieselben, die das Ehepaar Bondokic – es betreibt auch das Kaffeehaus Zum Huterer – bereits im März in den Schongauer Nachrichten geschildert hat: Eine Vergrößerung, ein Pavillon im Biergarten und Wohnungen. Michael Wölfle vom Stadtbauamt trug den Antrag jetzt im Bauausschuss vor. Demnach sei der 64 Quadratmeter große Pavillon als Anbau im Biergarten geplant, „um den Gästen bei Regen Schutz zu bieten“, so Wölfle. Die bisher zehn Fremdenzimmer, die kaum mehr genutzt wurden, sollen mit einer Erweiterung Richtung Nachbargebäude in sieben Wohnungen umgewandelt werden: eine im Erd-, vier im Ober- und zwei im Dachgeschoss, zwischen 25 und 72 Quadratmeter groß.

Soweit war alles klar und problemlos

„Aber wir haben einen erweiterten Stellplatzbedarf, weil es nur sechs Parkplätze gibt“, sagte Wölfle. Allein die Gaststätte brauche schon sieben, dazu bisher jedes Fremdenzimmer einen Stellplatz und die bisherige Wohnung zwei, macht 19 Parkplätze. Die gibt es zwar nicht, werden aber als Bestandsschutz angerechnet. Doch mit den neuen Plänen werden 23 Stellplätze benötigt, weil für jede Wohnung stets zwei gerechnet werden – „damit fehlen vier“, so Wölfle.

In der Altstadt wäre da kein Problem, da können fehlende Stellplätze in der Regel gegen einen finanziellen Obolus bei der Stadt abgelöst werden. „Hier geht das aber nicht. Die Plätze müssen nachgewiesen werden“, sagte Wölfle. Denn auf der einen Seite führe die vielbefahrene Staatsstraße vorbei, auf der anderen die Erschließungsstraße in ein Wohngebiet mit Schulweg – „da haben wir jetzt schon Beschwerden wegen parkender Autos“, so Wölfle. Man könne nicht zulassen, dass die Bewohner ihre Autos sonstwo abstellen. „Es muss nicht direkt auf dem Grundstück sein, aber in unmittelbarer Nähe. Es geht nicht anders.“

Paul Huber (CSU) schlug vor, die bestehenden Parkplätze bis vor zur Lechbrücke zu erweitern, was bei Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) Kopfschütteln auslöste: „Da steht man schon mitten im Biergarten.“ Außerdem sei das Aus- und Einfahren auf die Staatsstraße vermutlich zu gefährlich und möglicherweise gar nicht zulässig. „Es ist positiv, dass der Lechwirt erhalten bleibt und attraktiver wird“, sagte Stadtbaumeister Ulrich Knecht. Doch man komme den Stellplatz-Zwängen nicht aus. „Und es wäre schade, wenn der Besitzer sagt, er baut lieber Wohnungen statt den Pavillon.“

Es gibt noch Gespräche

Auch die Vorschläge von Bettina Buresch (ALS), vor dem Herzogsägmühle-Möbelhaus oder auf dem öffentlichen Parkplatz am Lechberg gebe es ausreichend Parkplätze, verfingen nicht: „Die Idee hatten wir auch schon, aber die Stellplätze müssen dinglich gesichert werden“, sagte Sluyterman. Das mache in der Regel kein Eigentümer, in diesem Fall Herzogsägmühle oder der Freistaat. Stephan Hild (UWV) betonte, man habe immerhin die Bestandsplätze angerechnet – der Bauplan wurde mit der Einschränkung, vier Stellplätze nachzuweisen oder die Baupläne abzuspecken, einstimmig genehmigt.

Wie geht es jetzt weiter? „Wir haben noch einige Optionen und sind in Gesprächen mit der Stadt“, sagte Olivera Bondokic.

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