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Preisträgerin Veronika Dietzel mit Stiftungsgründer Erwin Höpfl.

Scheuklappenpreis 2016

Berührungsängste abgebaut

Schongau - Die Preisträgerin der Stiftung Scheuklappen ist gekürt. Im Rahmen des Sommerfests am Welfen-Gymnasium erhielt Lehrerin Veronika Dietzel den Preis, der den Abbau von Berührungsängsten zwischen den Kulturen fördert.

„Die Preisträgerin ist so Scheuklappen-gemäß, dass es besser nicht mehr geht“, bekräftigte Erwin Höpfl, der die Stiftung Scheuklappen zusammen mit seiner Frau Gisela gegründet hat. Seit 2003 wird der Scheuklappen-Preis an junge Menschen vergeben, die sich auf den Weg gemacht haben, um fremde Kulturen kennenzulernen und ihre Erfahrungen an andere weiterzugeben.

Veronika Dietzels Lebenslauf ist ein Musterbeispiel für soziales Engagement. Bereits als Austauschschülerin reiste sie für ein Jahr nach Texas. In den Sommerferien engagierte sie sich bei der Münchner Organisation „Spielratz“ in der Betreuung von Jugendlichen mit und ohne Behinderung. Ebenfalls war sie bei der Betreuung von Jugendlichen im Rollstuhl in Aidenried am Ammersee aktiv. Als Studentin gab sie einem auf den Rollstuhl angewiesenen Mädchen Englisch-Nachhilfe.

Die junge Frau war viel unterwegs

Zwei Monate lang gab sie an der Inkanama Highschool in Südafrika Englischunterricht, drei Monate lang arbeitete sie in einem Aids Hospiz in Madeni (Südafrika) in der Pflege, Betreuung und Sterbebegleitung von Aidspatienten, weitere drei Monate lang im Kindergarten für Aidswaisen.

Als „Assisant Teacher“ war sie für ein Jahr in Nordirland. Anschließend in Nairobi, wo sie in einer Organisation der Benediktinischen Schwestern mit Straßenkindern arbeitete. Ebenfalls mit Straßenkindern sowie mit Frauen im Gefängnis und deren Wiedereingliederung in die Gesellschaft hatte sie in Ecuador zu tun. In El Salvador unterrichtete sie eine Klasse mit 50 Schülern auf Spanisch im Fach Englisch. Seit rund zwei Jahren unterrichtet sie als Lehrerin am Welfen-Gymnasium.

Soll alles an die Schüler weitergeben

Im Frühjahr reiste sie mit einer Schülergruppe des Welfen-Gymnasiums in Begleitung von Otto Bauer nach Nepal. „Sie ist eine beliebte und aufgeschlossene Lehrerin und somit ein idealer Multiplikator“, lobte Erwin Höpfl die überraschte Veronika Dietzel und forderte sie auf: „Gib alles, was du erlebt hast, an deine Schüler weiter!

Ursula Fröhlich

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