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Haben zum Probeliegen auf einer der drei neu erstellten Wohlfühlliegen Platz genommen. Von links Bürgermeister Falk Sluytermann, Bauhofsleiter Bernd Liebermann, die beiden handwerklichen Schöpfer Guido Schneider und Markus Wörnzhofer.

Schongau

„Wie im siebten Himmel“ auf den Wohlfühlliegen am Lido

37 lange fein gehobelte Latten, drei anatomisch zugeschnittene Teile für das Mittelteil und die beiden Seiten sowie vier Querbretter für die Stabilität. Das Ganze mal drei, und daraus sind drei wunderbare Wohlfühlliegen entstanden. Aufgestellt und verteilt auf der langgezogenen Liegewiese am Lido.

Schongau – Jetzt bestätigt sich bei einem gemeinsamen Probeliegen, dass sich Tüftelei und Arbeit wirklich gelohnt haben. „Toll gemacht, man schwebt wie im siebten Himmel“, so der spontane Kommentar von Bürgermeister Falk Sluytermann. Er hat auf einer der vom Bauhof neu angefertigten Doppelliegen Platz genommen und genießt dabei den Blick in Richtung Lechstausee und auf das gegenüber liegende Ufer.

Auf die Idee dazu angesprochen, erklärt der Bürgermeister, dass eines der Anliegen von Bürgern ist, mehr Sitzgelegenheiten zum Verweilen in und um die Stadt anzubieten. Einige Bänke wurden aufgestellt, die sehr gerne angenommen werden, um sich während eines Spaziergangs immer wieder erholen zu können. „Uns lag es am Herzen, auch den Bereich am Lido mit einzubeziehen“, erfährt man von Falk Sluytermann. Er holte den Leiter des Bauhofs, Bernd Liebermann, mit ins Boot, der betreffend geeigneter Wohlfühlliegen in Nachbargemeinden auf die Pirsch ging. „Amtshilfen“ aus Peiting, Hohenpeißenberg und der Via Claudia wurden geprüft, ausgewertet und für den Schongauer Bereich umgemünzt.

„Wir haben keinesfalls eine auf dem Markt angebotene Bank kopiert, wir haben unsere Überlegungen abgewägt und daraus unsere Lido-Version erstellt“, erklärt Bernd Liebermann. Und fügt schmunzelnd hinzu, dass die Rundungen und Wellen an Schongauer Körpermaße angepasst wurden.

Hand angelegt und die Liegen angefertigt haben die beiden Bauhof-Mitarbeiter Markus Wörnzhofer und Guido Schneider. Nach Fertigstellung wurden die Hölzer geölt, um gegen die Witterung einen natürlichen Schutz zu geben. Grob über den Daumen gepeilt konnten die drei Doppelliegen für ein Zehntel des Preises hergestellt werden, was die Dinger auf dem Markt gekostet hätten.

Falls weitere Liegen gebaut werden sollen, sehen jetzt die abgefertigten Schablonen zur Verfügung. Dann würden die Kosten nochmals gesenkt werden. Für Liebermann bleibt die Hoffnung, dass die Arbeit des Bauhofs gut angenommen wird und die Liegen vom Vandalismus verschont bleiben. Und fügt lachend hinzu, dass der erste Härtetest sicherlich die Abiturfeiern sein werden.

Hans-Helmut Herold

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