Abfallentsorgung im Landkreis Weilheim-Schongau

Müllgebühren bleiben bis 2020 stabil

Schongau - Gute Nachrichten von der Erbenschwanger Verwertungs- und Abfallentsorgungsgesellschaft (EVA): Die Müllgebühren im Landkreis sollen bis ins Jahr 2020 hinein stabil bleiben.

Neunmal in Folge wurden die Müllgebühren im Landkreis in den vergangenen beiden Jahrzehnten gesenkt. Jetzt kam EVA-Geschäftsführer Fritz Raab in die Sitzung des Kreis- und Finanzausschusses mit der Nachricht, dass die Müllgebühren bis 2020 stabil bleiben werden, und erhielt – trotzdem – Applaus von den Kreisräten.

Auch wenn ein Vergleich schwierig ist, so zählen die Müllgebühren im Landkreis seit Jahren zu den niedrigsten zehn im Freistaat. Das liegt laut Kreiskämmerer Norbert Merk hauptsächlich an der „professionellen Verwertung“ der Abfälle durch die EVA und an ihrem Geschäftsführer. Ein Durchschnittshaushalt zahlt in etwa neun Euro im Monat für Restmüll- und Biotonne.

Die zehnte Senkung – wenn sie denn kommt – wird noch bis mindestens 2021 auf sich warten lassen. Denn bis 2020 sind keine Veränderungen vorgesehen – dafür aber jede Menge Investitionen, so Raab. So plant die für die Müllentsorgung im Landkreis zuständige EVA GmbH mit Sitz in Erbenschwang, den Recyclinghof in Penzberg und die Schadstoffsammelstelle am Wertstoffhof in Weilheim zu modernisieren sowie eine Vergärungsanlage für Restmüll in Erbenschwang zu errichten. Für dieses Pilotprojekt, das eine deutliche ökologische Verbesserung sei, hofft Raab auf staatliche Zuschüsse.

Rund 5,5 Millionen Euro hat die EVA in den vergangenen vier Jahren, also seit der letzten Senkung, investiert, unter anderem für ein neues Dach in Erbenschwang, für eine zweite Abluftreinigung und den Ausbau der Recyclinghöfe in Weilheim und Penzberg.

Theoretisch wäre auch für 2017 eine Verringerung der Gebühren möglich gewesen, so Raab. „Aber die wäre mit rund 30 Cent im Monat so minimal ausgefallen, dass hätte sich nicht rentiert.“ Lieber stecke die EVA das Geld in die Rücklagen, die aktuell 13,6 Millionen Euro betragen. Das Geld werde für die anstehenden Investitionen ebenso gebraucht wie für die Aufstockung des Guthabens für die Nachsorge der Landkreis-Altdeponien. Das liegt derzeit bei 3,6 Millionen Euro, geplant sind 7,0 Millionen Euro.

Und weil es derzeit keine Zinsen gibt, muss das Geld auf das Konto einbezahlt werden. Alt-Deponien des Landkreises gibt es unter anderem in Peiting, Penzberg und Erbenschwang.

Johannes Thoma

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