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Die Grafik zeigt, wie sich künftig die Wege von den Schulen zur Bushaltestelle an der Marktoberdorfer Straße verändern. Die Bürgermeister-Lechenbauer-Straße wird längerfristig gesperrt.

Bauarbeiten starten

Baustellen-Chaos am Schongauer Schulzentrum?

Schongau - In den Faschingsferien starten die Arbeiten für den Umbau des Schongauer Schulzentrums, wegen großflächiger Sperrungen ändern sich die Schul- und Bus-Anfahrtswege. Die Stadt hat alles dafür getan, damit nach den Ferien kein Chaos ausbricht. Doch mancher befürchtet das Schlimmste.

Schüler und Eltern müssen sich nach den Faschingsferien umgewöhnen. Denn mit dem Beginn der Bauarbeiten für den mehrjährigen Schulzentrums-Umbau wird sich vor allem beim Thema Schulweg alles ändern. Die Stadt weiß um die Brisanz und hat eigens eine Broschüre herausgegeben, die dieser Tage an die Schüler verteilt wird. Die Gymnasiasten bekommen dazu noch einen Elternbrief von Schulleiter Wolfgang Gebler mit. Darin schreibt er, an wen sich die Eltern wenden sollen, wenn es nicht klappt – nämlich an die Stadt und das Landratsamt. „Ich hoffe zwar, dass alles funktioniert. Aber ich befürchtet, dass es ein Chaos gibt“, sagt Gebler.

Schüler müssen weite Wege gehen

Sebastian Dietrich vom Stadtbauamt hatte das Thema kürzlich im Bauausschuss vorgestellt. Größte Umstellung: Die Schulbusse können nicht mehr die Bürgermeister-Lechenbauer-Straße anfahren, weil die gesperrt werden muss. Gleichzeitig fallen die Parkplätze am technischen Fachzentrum (ehemaliger Aldi) weg, dort wird der Baustellen-Lagerplatz eingerichtet. Weil auch der direkte Zugang ins Innere des Schulzentrums wegfällt, müssen die Schüler künftig weite Wege gehen: Für Gymnasiasten führt der Umweg über die Lechsporthalle, ebenso für Mittelschüler, die auch den noch weiteren Weg auf der anderen Seite über die Fanschuhstraße nehmen können. Nur für die Realschüler ändert sich nichts.

Das Problem: Es ist nicht möglich, die Schulzeiten anzupassen. „Ich wurde gefragt, ob wir die Pausen verkürzen können, aber das wäre unverantwortlich“, so Gebler. Weil die Busunternehmen gleichzeitig ihre durchgetakteten Abfahrtzeiten einhalten müssen und die ebenfalls nicht nach hinten schieben können, wird es eng: Schulende ist um 12.50 Uhr, der erste Bus fährt bereits um 12.55 Uhr. Die Stadt ist die Strecke sogar mit Fachleuten abgegangen und hat mitgestoppt: 90 Sekunden länger soll der Weg dauern. Diese Zeit und noch etwas länger werden die Busse auf jeden Fall warten, verspricht die städtische Pressesprecherin Yvonne Voigt.

Doch mit dem längeren Schulweg allein ist es nicht getan. Zwischendurch lauert noch ein Nadelöhr, nämlich die Fußgänger-Unterführung. Die Schulbusse halten künftig an beiden Seiten der Marktoberdorfer Straße, die meisten fahren auf der westlichen Seite ab. Der ursprüngliche Plan, alle Busse am Volksfestplatz halten zu lassen, war wegen der engen Taktzeiten nicht machbar. Dort werden nur, wie bisher auch, die Busse aus Peiting an- und abfahren, für diese Schüler ändert sich nichts. Parallel werden dort Lehrerparkplätze entstehen.

Tempo 30 an der Hauptstraße

„Früher sind auch viele Busse an der Marktoberdorfer Straße abgefahren“, sagt Dietrich, die Schüler werden sich daran gewöhnen. Er betont auch, dass alle Schulen bei der Planung beteiligt waren, was Gebler etwas anders sieht. Damit nicht Heerscharen an Kindern mittags über die vielbefahrene Straße laufen, werden zahlreiche Mitarbeiter von Stadt und Polizei im Einsatz sein. „Vielleicht auch noch extra Schülerlotsen, aber das müssen wir noch abklären“, so Voigt.

Für die Sicherheit der Schüler werden an den Interimshaltestellen zusätzliche Warteflächen ausgewiesen und an den Einstiegen Drängelgitter montiert. Auch Autofahrer sind von den Regelungen betroffen, denn für sie gilt Tempo 30 – nur in den Ferien wird diese Beschränkung ausgesetzt. Außerdem wird die Marktoberdorfer Straße verengt, die Linksabbiegerspur in die Bürgermeister-Lechenbauer-Straße aufgehoben. Dafür gibt es eine zusätzliche Busspur, die den Einstiegsbereich vom fließenden Verkehr trennt. „Die Planung sieht bis zu neun Bushaltepunkte vor, also mehr als die bisherigen sechs“, sagte Voigt. Soll heißen: Selbst wenn Schüler aufgrund des längeren Wegs zu spät kommen und sich die eng getakteten Abfahrtszeiten der Busse verzögern, soll es keinen Stau geben, der Auswirkungen auf den übrigen Verkehr in der Marktoberdorfer Straße hat.

Der ebenfalls betroffene Mittelschul-Vizeleiter Frank Pfaffenberger will den Plänen eine Chance geben. „Wenn es nicht funktioniert, muss man natürlich etwas ändern.“ das werde man nach zwei Wochen wissen. Die Stadt bittet die Eltern, den Hol- und Bringverkehr zu vermeiden, und die Schulen, den Unterricht pünktlich zu beenden.

Boris Forstner

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