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Wegen eines bissigen Vierbeiners hat sich schon so mancher Hundebesitzer  vor Gericht verantworten müssen.

Aus dem Gericht

Beißattacke in Schongau: Wie viele Hunde waren vor Ort?

Schongau - Im Fall des Hundeangriffs auf eine 26 jährige Schongauerin im Februar letzten Jahres (wir berichteten) kam es auch am zweiten Verhandlungstag zu keinem Urteil.

Grund war unter anderem dafür die kurze Ladungsfrist der neuen Zeugen im Zusammenhang mit den Feiertagen. Bis auf einen Polizeibeamten hatten alle weiteren Zeugen aus berechtigten Gründen abgesagt.

 Mit seiner Aussage brachte der zuständige Polizeibeamte ein wenig Klarheit in den verwirrenden Fall. So wurde er laut eigenen Angaben kurze Zeit vor dem Hundeangriff schon einmal zum Anwesen des Angeklagten in Schongau gerufen. Vor dem Haus des Angeklagten hatte sich demnach ein leichter Verkehrsunfall ereignet, den der Beamte aufnahm. Ob und in wie weit das zweiflügelige Sicherheitstor danach geöffnet oder geschlossen blieb, konnte nicht geklärt werden.

Der Beamte erinnerte sich jedoch, dass bei seinem zweiten Eintreffen vor dem Anwesen, nachdem der Notruf der durch den Hund verletzten Schongauerin eingegangen war, ein Flügel des Tors offen gewesen sei. Der Beamte sagte auch aus, dass der Angeklagte einen Hund bei sich unter Kontrolle hatte und ein weiterer Hund sich auf dem Anwesen befand.

Das widersprach der Aussage des Angeklagten, der vorgab, zu diesem Zeitpunkt nur noch einen Hund besessen zu haben. Sowohl der Polizeibeamte, als auch die Geschädigte sprachen aber immer von zwei Hunden.

Außerdem gab der Polizeibeamte zu Protokoll, dass der Angeklagte in einer ersten Aussage behauptet hatte, dass das seine Hunde seien. Als der Beamte den angeblichen Hundehalter jedoch belehrte, verweigerte dieser aber die weitere Aussage. Die Frage, ob der Angeklagte nun der Halter und Besitzer der Hunde ist, soll mit Hilfe weiterer Zeugen in der nächsten Verhandlung geklärt werden.

Geklärt werden müssen auch die Angaben des Angeklagten zum Thema Sicherheitstor. Theoretisch wird das nahezu zwei Meter hohe zweiflügelige Tor mit einer sogenannten Falle geschlossen. Einmal eingeschnappt, kann es von innen nicht mehr aufgedrückt werden. Diese Falle scheint aber technisch nicht immer einwandfrei funktioniert zu haben, so dass es durchaus möglich sein konnte, dass der große Hund den Flügel des Tores hätte aufdrücken können.

„Mein Vater ist Betriebsschlosser und wartet regelmäßig das Tor“, sagte der Angeklagte jedoch vor Gericht und stellte damit auch einen möglichen technischen Fehler in Frage.

In einer weiteren Verhandlung soll nun auch die Frage geklärt werden, ob das Tor und der Zaun um das Anwesen des Angeklagten den allgemeinen Schutzbedingungen entsprachen. Hierzu soll ein Vertreter der Polizeihundestaffel aussagen. Die Verhandlung dauert an.

rwg

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