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Glück im Unglück: Die Schongauer Feuerwehr kann das Übergreifen des Brandes aufs Wohnhaus verhindern.

Übergreifen auf Wohnhaus verhindert

Brandursache Mülltonne: Haus-Anbau in Schongau fängt Feuer

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Schongau - Das ist gerade nochmal gutgegangen: Bei einem Brand am Sonntagmittag im Industriegebiet in Schongaus Westen konnte das Wohnhaus komplett gerettet werden. 50 Feuerwehrleute haben das Übergreifen der Flammen vom Nebengebäude verhindert. Brandursache: Offenbar der Inhalt einer Aschentonne.

„Das war knapp“, sagt Werner Berchtold nach drei Stunden Einsatz. Der Schongauer Feuerwehrkommandant spricht von einem großen Glück für die Hausbesitzer: Hätten die Nachbarn das Feuer am Holzanbau des Wohnhauses nur eine Viertelstunde später entdeckt, hätten sich die Flammen höchstwahrscheinlich schon auf das Haupthaus ausgebreitet gehabt. Da ist sich Berchtold sicher. Ein großes Glück ist es auch, dass in dem Industriegebiet überhaupt jemand die Rauchschwaden des Anwesens, das versteckt hinter der Firma liegt, bemerkt hat.

Fakt ist: Die Feuerwehr hat es geschafft, Schlimmeres zu vermeiden. Der Brand an dem Anbau wurde gelöscht. Mit einer Motorsäge haben die Männer die Holzverkleidung aufgeschnitten, um verdeckte Glutnester ausfindig zu machen. Auch ein Teil des Dachs musste abgedeckt werden.

Weil die Besitzer nicht zu Hause waren, mussten die Feuerwehrmänner die Tür auftreten, um ins Innere – und so auch ins Wohnhaus – zu gelangen. Auch dort waberten bereits Rauchschwaden durchs Haus. Wie gesagt: Es war haarscharf. Schließlich sind sowohl Anbau als auch Haupthaus mit Holz verkleidet. Hier kann sich das Feuer besonders schnell ausbreiten.

Noch vor der Feuerwehr waren die Nachbarn im Einsatz, die bereits beherzt versucht hatten, dem Feuer Herr zu werden. Brandherd war übrigens eine schwarze Mülltonne, von der aus das Feuer auf den Anbau übergegriffen hatte.

Bilder: Brand im Schongauer Industriegebiet

Glück im Unglück hatte auch die Katze. Die fanden die Feuerwehrleute angesichts der Rauchschwaden und des Großaufgebots an Einsatzkräften ziemlich verstört im Haupt-Wohngebäude vor. Damit das kleine Tierchen nicht total verängstigt das Weite sucht, haben die Männer sie fürsorglich erstmal in die Außensauna im Garten gesetzt. „Von dort aus konnte sie dann zum Fenster aus beim Einsatz zuschauen“, sagt Werner Berchtold.

Im Einsatz war die Schongauer Feuerwehr mit insgesamt 50 Mann und sieben Fahrzeugen, darunter die Drehleiter aus Peiting, weil die Schongauer in Revision ist. Die Ermittlungen in dem Fall hat der Kriminaldauerdienst KDD übernommen. Ersten Schätzungen zufolge könnte sich der Schaden, der insgesamt bei dem Brand entstanden ist, auf zirka 50 000 Euro belaufen.

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