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Freude über die Spende: (v.l.) Michael Boos (Theaterverein Treibhaus), Barbara Karg (AWO), Susanne Tremer (Förderverein Mittelschule), Christine Kuisel (Rolliwelten), Bürgermeister Falk Sluyterman, Heide Krauthauf (Historischer Verein) und Bastian Karg (Stadtkapelle). 

Stadtrat Schongau

Bürgerstiftung Schongau: Sechs Schecks für sechs Vereine

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Schongau - Bei der Weihnachtssitzung im Schongauer Stadtrat wurden nicht nur die Silberne Ehrenmedaille und der Ehrenamtspreis verliehen, sondern es gab auch Ausschüttungen der Bürgerstiftung – und zwar erheblich höhere als im Jahr zuvor.

Die vor fünf Jahren zusammen mit der Kreissparkasse Schongau eingerichtete Bürgerstiftung wächst jedes Jahr, denn nur der Ertrag wird ausgeschüttet – der Bestand bleibt unangetastet. Doch während im vergangenen Jahr nur 1500 Euro ausgeschüttet wurden (an den Freundeskreis Asyl und Schongau belebt), waren es dieses Jahr gleich 5000 Euro. Gab es dieses Jahr so viele zusätzliche Spenden, die zusätzlich zum Ertrag ausgeschüttet werden können? Nein, meint Kämmerer Werner Hefele: „Eine Spende aus dem Vorjahr wurde nicht komplett verbraucht, man will das ja nicht einfach so ausgeben. Deshalb war es heuer mehr.“

-Bedacht wurde mit 500 Euro der Theaterverein Treibhaus.„Ihr bringt tolle Theaterstücke auf die Bühne, ich habe schon viele davon gesehen“, sagte Bürgermeister Falk Sluyterman. Das das Henkerstochter-Schauspiel sei „einer der Schongauer Höhepunkte in diesem Jahr gewesen“, sagte Sluyterman. Damit habe man tausende Besucher in die Stadt gebracht. „Es wäre schön, wenn so etwas bis zum Ende meiner Amtszeit 2020 noch einmal umgesetzt werden könnte“, sagte Sluyterman und konnte Michael Boos, dem Vorsitzenden des Theatervereins, unter dem Applaus der Besucher entlocken, dass es bis dahin klappen wird. Er freute sich über die Wertschätzung, die der erst vier Jahre alte Verein erfahre, „das hätte ich nie gedacht. Wir sehen es als unseren Auftrag, junge Menschen für Theater und Schauspiel zu begeistern“, so Boos.

-Mit den 500 Euro, die Susanne Tremer, Vorsitzende desFördervereins Mittelschule, in Empfang nahm, soll ein Don Giovanni-Projekt angegangen werden. Damit soll jungen Menschen klassische Musik schmackhaft gemacht werden. „Das bringt den Schülern wahnsinnig viel“, sagte Tremer und bedankte sich für die Spende, die „gut angelegt“ sei.

-Die Aktionstage des Vereins Rolliwelten haben in Schongau bereits Tradition, sagte Bürgermeister Sluyterman zur Vorsitzenden Christine Kuisel, die den Preis entgegennahm. Deshalb wolle man die nächste Ausrichtung im kommenden Frühjahr mit 1000 Euro unterstützen. Da war Kuisel tatsächlich sprachlos – ein Bild, das es von der schlagfertigen Vorsitzenden selten gibt. „Vielen dank vom ganzen Verein“ sagte sie und gab an, sich mit dem Geld eventuell einen Gebärdendolmetscher für den Aktionstag leisten zu wollen. „So kann wirklich die ganze Bevölkerung dabei sein, egal, welche Beeinträchtigung der Einzelne hat“, sagte Kuisel.

-Vergangenes Jahr bekam Dirigent Marcus Graf den Ehrenamtspreis, dieses Jahr wurde dieStadtkapelle Schongau mit einer 500-Euro-Spende bedacht. Und zwar für die Teilnahme am Wiesn-Umzug, die wegen des Festwagens mit einigem Aufwand verbunden war, wie Bastian Karg berichtete, der den Scheck entgegennahm. „Der Wagen wurde wegen der hohen Sicherheitsvorkehrungen mit einem Spezialtransport nach München gebracht. So konnten wirklich alle beim Umzug dabei sein, was sonst nicht möglich gewesen wäre“, sagte Karg.

-Die Rettung der Cobi-Reiser-Bilder aus der Grundschule waren ein Dauerthema in diesem Jahr, in letzter Sekunde wurde dank des Einsatzes des Historischen Vereinsauch noch das monumentale Uhren-Bild vor der Abrissbirne gerettet. Dafür bekam die Vorsitzende Heide Krauthauf 2000 Euro überreicht. Sie bedankte sich herzlich, nicht nur für das Geld, sondern auch über die gute Zusammenarbeit vor allem mit dem Bauamt. Der Verein habe ein hohes finanzielles Risiko auf sich genommen, und letztlich gelang die Rettung nur durch ein privates Darlehen von 4000 Euro. Das könne der Verein jetzt zumindest zur Hälfte zurückzahlen, so Krauthauf.

-„Wir freuen uns riesig“, sagte Vorsitzende Barbara Karg im Namen der Arbeiterwohlfahrt (AWO) über die 500-Euro-Spende. Als „wichtige Einrichtung für Senioren“ bezeichnete Sluyterman die AWO, die im renovierungsbedürftigen Mohrenhaus viele Veranstaltungen ausrichte. Und genau dafür soll das Geld verwendet werden, so karg: „Wir wollen unseren Aufenthaltsraum renovieren.“

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