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Die kleine Leonie mit ihren Eltern Daniel Blum und Daniela Fichtner. Das Kind ist gerade wenige Wochen alt.

Fehler in der Urkunde

Bei der Geburt schon ein Jahr alt

Schongau - Am 15. Januar 2016 ist im Krankenhaus in Schongau die kleine Leonie auf die Welt gekommen. Ein süßes Mädchen – das aber durch ein Versehen gleich um ein Jahr älter gemacht wurde. Denn laut der ersten Geburtsurkunde hat Leonie am 15. Januar 2015 das Licht der Welt erblickt. 

„Ja. ist denn Eure Tochter schon ein Jahr alt?“, sind Daniel Blum und Daniela Fichtner, die Eltern der kleinen Leonie, in den vergangenen Tagen von Bekannten gefragt bzw. mehr oder weniger geneckt worden. Denn in der jüngsten Schongauer Familienchronik, die vor kurzem veröffentlicht worden ist, steht bei Leonie das Geburtsjahr 2015.

Wie kann so etwas passieren? Eigentlich ganz schnell. Das neue Jahr hatte gerade begonnen, und da kann es schon vorkommen, dass man gewohnheitsmäßig noch auf 2015 programmiert ist. Jedenfalls ist nach der Geburt von Leonie im Krankenhaus in Schongau in das Meldeformular versehentlich 2015 statt 2016 eingetragen worden. Dieses Formular wurde dann ordnungsgemäß an das Standesamt in Schongau weitergeleitet – als Vorlage zum Erstellen der Geburtsurkunde für die neugeborene Leonie.

Den Fehler mit der falschen Jahreszahl hat zunächst niemand bemerkt. Erst wenige Tage später ist er der Schongauer Standesbeamtin Uschi Lehmann aufgefallen, als sie sich die Geburtsurkunde noch einmal genauer angeschaut hat. „Ich hätte den Fehler eigentlich schon gleich am Anfang merken müssen“, räumt die Standesbeamtin ein und nimmt die Schuld auf sich. So etwas sei ihr noch nie passiert.

Selbst der Vater hat es nicht bemerkt

Zur Verteidigung der Standesbeamtin muss aber gesagt werden: Als der Kindesvater Daniel Blum im Schongauer Standesamt die Geburtsurkunde seiner Tochter entgegennahm und die Angaben verglichen wurden, hat auch er den Fehler mit der falschen Jahreszahl nicht bemerkt.

Einige Tage später haben Daniel Blum und Daniela Fichtner in Huglfing Post vom Schongauer Standesamt bekommen. Darin befand sich die Geburtsurkunde mit dem richtigen Geburtsjahr ihrer Tochter. Und in dem Schreiben hat sich Standesbeamtin Uschi Lehmann für den Fehler nochmals entschuldigt.

Die jungen Eltern nehmen es mit Humor, denn es ist ja nichts passiert. Zwar ist die falsche Geburtsurkunde zu diesem Zeitpunkt bereits an die AOK-Gesundheitskasse weitergeleitet worden, aber auch das konnte schnell korrigiert werden. „Nach dem meine Frau bei der AOK beschäftigt ist, hat sie die falsche Geburtsurkunde problemlos austauschen können“, berichtet Daniel Blum. Da war es kein Problem, auf die kleinen Neckereien ihrer Bekannten auf Facebook mit viel Humor zu reagieren.

mg

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