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Vier starke Frauen und ein Mann: Schongaus Vize-Bürgermeister Tobias Kalbitzer mit den (v.l.) Support-Machern Katrin Lang, Marion Heberle und Andrea Nagel sowie Landrätin Andrea Jochner Weiß.

Haus4you offiziell eröffnet

Die Vision ist Wirklichkeit geworden

Schongau - Repair-Café und Fahrradwerkstatt, Raum der Begegnung und Treffpunkt für Jung und Alt – das alles ist in einem Raum, im Haus4You, vereint. Jetzt wurde beim Unterstützungsverein Support e.V. offiziell Eröffnung gefeiert.

Nicht mosern oder sich ärgern, dass Schongau etwas nicht hat, sondern selber etwas bewegen – so fing es vor drei Jahren an. Und so begann auch Andrea Nagel ihre Begrüßung. 2012 gründete sie mit Marion Heberle und Sonja Brandtner den Verein Support e.V., das englische Wort für Unterstützung. Sie hatten eine gemeinsame Vision von einem Haus der Generationen, einem Haus für die Bürger, erzählt Nagel. Einem Haus, wo die Schongauer Bürger, alt und jung, sich begegnen könnten, sich austauschen und von einander profitieren könnten.

Eine riesige Vision allerdings, die man so nicht mehr habe umsetzen können, insbesondere, weil die Förderung durch den Bund damals schon zu Ende gegangen war, wie sich die erste Vorsitzende erinnerte. Eine Vision allerdings, die die drei Damen nicht los ließ. Als der Traum vom eigenen Gebäude geplatzt war, traf es sich, dass die Verwaltung des TSV aus den Räumen in der Blumenstraße auszog. Die Gelegenheit für das Trio, seine Vision zumindest eine Nummer kleiner doch Wirklichkeit werden zu lassen. Der Raum heiße noch immer Haus4You (Haus für dich), man sei noch etwas größenwahnsinnig, so Nagel selbstkritisch. Aber mit dem Raum habe man die Vision zumindest verwirklicht, es stehe nicht mehr nur auf dem Papier.

Da habe allerdings die Arbeit erst richtig begonnen. Rund vier Monate gingen für die Renovierung ins Land, so Katrin Lang, mittlerweile die vierte im Bunde. Im Oktober habe man die Räume erstmals nutzen können, wurde die Werkstatt eröffnet, in der man kreativ tätig werden könne. Der Name ist Programm: Apfel und Keks. Denn wer viel arbeite, brauche auch eine Pause, eben Apfel und Keks, und dabei entstehe das Zwischenmenschliche. Mittlerweile treffen sich regelmäßig, alle 14 Tage rund drei Dutzend Menschen, Eltern, Senioren und Kinder. Und inzwischen entstehen kreative Projekte, die geplant, umgesetzt und zu Ende gebracht werden, betont Lang. Es entstehe „ein positives, stark machendes Gefühl, etwas geschaffen zu haben“.

Zeitgleich zog auch Marko Weise mit seiner Fahrradwerkstatt in die Räume ein, immer freitags bietet er Hilfe und Dienste bei der Reparatur der Drahtesel an. Etwas, was man mit dem für 2016 geplanten Repair-Café ausbauen wolle, wo die Bürger unter Anleitung ihre eigenen, kaputten Geräte, Uhren und ähnliches reparieren und in Gang setzen sollen. Drei Mal in der Woche finden in dem Raum auch Deutschkurse für Ausländer statt.

Schließlich wurde Anfang November das Café Plus eröffnet, wo sich Jung und Alt immer montags zwischen 15 und 18 Uhr treffen und austauschen können. Hier spielen Kinder und Erwachsene, alle können sich ungezwungen treffen, es gibt Kaffee und selbst gebackenen Kuchen. Man sei auf die Mitarbeit angewiesen, wenn sich ein Miteinander, Füreinander und Voneinander entwickeln solle. Ganz viele würden das annehmen, und man hoffe auf noch mehr Unterstützung, so Nagel.

Diese Unterstützung erfährt Support nicht nur durch die Bürger, sondern auch durch Landrätin Andrea Jochner-Weiß, die sofort ihr Kommen zur Eröffnung zugesagt hatte. „Ein Haus für alle, a ganz a tolle Sache“, befand die Landrätin, die die Damen und ihren Verein schon länger kennt. Nämlich seit der Vorstellung der Idee im Landratsamt seinerzeit. „Die Vision, die sie hatten, haben sie umgesetzt, auch wenn’s im kleineren Rahmen ist.“ Aber der Anfang sei gemacht.

Dass auch das Landratsamt dahinter stehe, bewies Jochner-Weiß mit einer besonderen Geste. Ihr Vorgänger habe eingeführt, statt Weihnachtskarten zu verschicken das eingesparte Geld lieber zu spenden. Und ihr sei schon im Sommer klar gewesen, wer heuer der Empfänger der 500 Euro sein werde. Die Landrätin verband mit der Spende die Hoffnung, dass man sich in ein paar Jahren in einem größeren Haus wiedertreffen werde.

Vize-Bürgermeister Tobias Kalbitzer wünschte sich, das Haus möge ein stückweit Heimat werden für die Menschen, egal welchen Alters, Geschlecht oder Religion, die sich treffen, begegnen und austauschen sollen.

Oliver Sommer

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