+
Heißt Teufel und spielt einen Bösewicht: Martin Kriwan. Im Stück hat er eine weiße Kontaktlinse im Auge und nur einen Arm.

Henkerstochter-Schauspiel: Die Darsteller

Der blutrünstige Bösewicht

Schongau - „Es hat mich gereizt, mal den Bösewicht zu spielen“, sagt Martin Kriwan und lacht. Er spielt beim Henkerstochter-Schauspiel einen blutrünstigen, rücksichtslosen Söldner mit dem bezeichnenden Namen „Teufel“.

Wie der Leibhaftige sieht er im Stück aus. Schwarze Kleidung, Knochenhand und eine weiße Kontaktlinse, die ein verlorenes Auge darstellen soll, geben ihm ein schauriges Aussehen. „Wir haben gemeinsam überlegt, wer wen spielen soll, und es gab keine andere Rolle, die ich unbedingt spielen wollte“, erzählt Martin Kriwan, wie er zur Rolle des Unholds kam. Einer muss schließlich der Böse sein.

Die Schauspielerei ist seit der 6. Klasse sein großes Hobby geworden. Als Gründungsmitglied des Theatervereins Treibhaus hat er immer wieder größere Rollen gespielt, meistens aber witzige. „Teufel ist berüchtigt für seine Grausamkeit und schreckt vor nichts zurück. Er ist arrogant, leicht reizbar und hat keine Angst vor dem Tod. Er agiert ohne Rücksicht auf Verluste“, beschreibt der 23-Jährige, der in Augsburg Deutsch, Geschichte und Sozialkunde fürs Gymnasial-Lehramt studiert, seine Rolle. Passend dazu hat er in den Proben eine kratzige, raue Stimme entwickelt.

Coaching für die Kampfszenen

Eine der großen Schwierigkeiten seiner Rolle besteht darin, beim Spiel nur eine Hand zur Verfügung zu haben, da Teufel im Krieg einen Arm verloren hat. Das war besonders bei einer Szene mit einem längeren Schwertkampf mit dem Henker ein Hindernis. Auch ein Faustkampf kommt in dieser Szene vor. „Dafür habe ich mehr geübt als für die restlichen Sprechszenen“, lacht Martin. Für die Kampfszenen bekam er ein Coaching durch einen Freund, der das am Theater gelernt hat.

Durch die vielen Proben im Endspurt vor der Premiere ist die Schauspielerei in Martins Leben momentan „sehr dominant“. Am Theaterspiel gefällt ihm, dass es sehr viele Facetten hat und dass er sich in den unterschiedlichsten Rollen selber richtig ausleben kann. Am Historienspiel gefällt ihm am besten das gute Miteinander. „Man merkt, alle sind motiviert. Das hat eine eigene Faszination und macht richtig Spaß“, sagt Martin und klingt damit ganz und gar nicht wie der Bösewicht, den er im Stück spielt.

Ursula Fröhlich

Auch interessant

Heimatshop Winter Aktion, jetzt Rabatte von bis zu 30% sichern!

<center>Bayerisches Schmankerl-Memo</center>

Bayerisches Schmankerl-Memo

Bayerisches Schmankerl-Memo
<center>Magnet mit Kuhflecken</center>

Magnet mit Kuhflecken

Magnet mit Kuhflecken
<center>Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher</center>

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher

Schlüzi mit Masskrug - der Schlüsselüberzieher
<center>Rehbockgehörn mit Strass</center>

Rehbockgehörn mit Strass

Rehbockgehörn mit Strass

Meistgelesene Artikel

Mehr Babys, weniger Sterbefälle
Schongau - Geburten und Hochzeiten haben im Jahr 2016 deutlich zugenommen, gleichzeitig sind weniger Menschen gestorben – dieses fürs Rentensystem durchaus erfreuliche …
Mehr Babys, weniger Sterbefälle
Fronteinsatz, Flucht und Kriegsgefangenschaft
Schongau - Einige Schüler des Schongauer Welfen-Gymnasiums stellen ihre P-Seminare in der Sparkasse aus. Es handelt sich um Zeitzeugenberichte aus der Zeit des Zweiten …
Fronteinsatz, Flucht und Kriegsgefangenschaft
Rauschgiftsuchhund durchschnüffelt verdächtiges Auto - mit Erfolg
Schongau – Erneut den richtigen Riecher bewiesen hat eine Schongauer Polizeistreife am Donnerstagabend, als sie gegen 19.10 Uhr auf Höhe der MöbelCentrale eine …
Rauschgiftsuchhund durchschnüffelt verdächtiges Auto - mit Erfolg
Bäume fallen für Neubau der Kanalbrücke
Schongau – Gestern kam es wegen Baumfällarbeiten an der Schongauer Kanalbrücke zu Geschwindigkeitsbeschränkungen, doch das war nur ein Vorgeschmack auf kommende Woche: …
Bäume fallen für Neubau der Kanalbrücke

Kommentare