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Wie gut der Markt auch dieses Jahr ankam, zeigt dieses Bild, aufgenommen am ersten Sonntagabend. Kaum ein Platz ist mehr frei an den Tischen, so war es oft.

Historischer Markt

Alle wollen nächstes Jahr wiederkommen

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Schongau - Abgesehen von dem Ärger mit betrunkenen Asylbewerbern, für den er nichts kann und über den er auch nicht sprechen will, zieht Organisator Manfred Wodarczyk vom Verein Schongauer Sommer ein überragendes Fazit des Historischen Markts: „Es waren wirklich alle zufrieden, von den Fieranten über die Essensstand-Betreiber bis zu den Besuchern.“

Ein leises Flattern in der stehenden Hitze, sinkt die Plane des ersten großen Essens-Zelts langsam zu Boden. Auch der ein oder andere Standbesitzer räumt noch auf, doch ansonsten ist am gestrigen Nachmittag nur noch zu erahnen, dass sich bis Montagabend zehntausende Besucher elf Tage lang auf dem Markt getummelt haben, der seit Jahren Höhepunkt im Schongauer Veranstaltungskalender ist.

Sie machten am Montagabend das Licht aus auf dem Historischen Markt am Volksfestplatz: (v.l.) Simone Spinler, Jannike Mayr, Organisator Manfred Wodarczyk und Manuela Fink.

Auch nach so vielen Jahren hat sich Wodarczyk die Freude an kleinen Dingen erhalten. Über die Fotos von Tobias Fuhrmann beispielsweise, der die Besucher in mittelalterlichen Gewändern abgelichtet hat, was wahnsinnig viel Anklang fand. Das Gewand übrigens stammt aus dem Vereins-Fundus, das Hintergrundbild aus dem Faust-Festspiel von 2010 – beim Schongauer Sommer geht nichts verloren. Oder das handbetriebene Hexen-Kettenkarussel mit den Besen unter den Kindersitzen, das erstmals in Schongau war und für Wodarczyk einen der Höhepunkte darstellte. „Der Betreiber kommt vom äußersten Zipfel an der Ostsee“, sagt Wodarczyk – für ihn ein Beleg, wie groß die Anziehungskraft des Marktes mittlerweile geworden ist.

Das belegen auch die Reaktionen der Standbetreiber: Egal ob Kunsthandwerk oder essen, „alle würden gerne nächstes Jahr wieder kommen. Dann kann’s nicht so schlecht gewesen sein.“ Denn es gab schon Jahre, wo es vor allem für Kunsthandwerker nicht so toll gelaufen ist. Jetzt aber habe der Seiler, der ebenfalls erstmals in Schongau war, schon gefragt, ob er nächstes Jahr wieder kommen darf. „Der ist eigentlich immer auf einem gleichzeitig stattfindenden Markt in Amerang, kommt aber lieber zu uns“, freut sich Wodarczyk.

So viele Anfragen und Ideen, dass man mehr Platz bräuchte 

Er würde gerne noch mehr mittelalterliches Handwerk anbieten, hatte zum Beispiel einen Glockengießer an der Hand, bei der die Besucher selbst tätig werden und ihr Machwerk kaufen können. Doch der habe einfach zu viel Geld verlangt, bedauert Wodarczyk. Vielleicht nächstes Jahr. Wobei: Schon jetzt waren es acht Stände mehr als im Vorjahr. „Der Platz ist einfach zu klein“, sagt Wodarczyk und lacht – wenn er daran denken muss, dass der Markt noch vor drei Jahren auf dem Marienplatz stattfand. In dieser Dimension mittlerweile undenkbar.

Das Wetter, ein nicht unerheblicher Faktor für eine Freiluftveranstaltung, hat auch einigermaßen gepasst. Nur der Auftakt-Freitag war verregnet sowie Mitte vergangener Woche. „Das hat uns geschätzt bis zu 10 000 Besucher gekostet“, sagt Wodarczyk. Dafür waren die Wochenenden trocken und sehr gut besucht. Wie viele Besucher insgesamt gekommen sind? Da muss Wodarczyk passen.

Auch die Musik kam wieder gut an, mit Furunkulus zum Abschluss. Von den Kaltenberg-erfahrenen Naturburschen aus Niederbayern kam übrigens der Vorschlag, es doch einmal so wie in Burghausen zu machen: Da werde mit der Musik erst um 24 Uhr begonnen. „Das musste ich dankend ablehnen“, sagt Wodarczyk schmunzelnd.

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