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Immer ein großer Augenblick, wenn die Jugend Musiziert-Preisträger Glückwünsche entgegennehmen (wie hier in Garmisch).

Regionalwettbewerb am 23. Januar

Jugend musiziert mit den besten Talenten in Schongau

Schongau - Ohren spitzen: Heute in zwei Wochen gehen die besten Nachwuchsmusiker in Schongau an den Start. Im Sparkassenforum und in der Musikschule am Marienplatz treten die besten Nachwuchs-Musiker bei Jugend musiziert in der Lechstadt an. 

Darauf kann die Lechstadt zu Recht stolz sein: Zum ersten Mal seit einer langen Pause findet wieder ein Regionalwettbewerb Jugend musiziert innerhalb der Stadtfeste statt. Nachwuchs-Musiker aus den Landkreisen Garmisch-Partenkirchen, Landsberg und Weilheim-Schongau treten hier und in Landsberg mit ihren Wettbewerbs-Stücken gegeneinander an.

Dass sich die Stadt Schongau endlich wieder als Gastgeber in diesem Wettbewerb präsentieren darf, das ist dem Engagement von Musikschulleiter Karl Höldrich zu verdanken. Jugend musiziert: „Das kostet Zeit, Geld, man braucht mehrere Räumlichkeiten“, zählt Höldrich die Gründe auf, warum sich Schongau irgendwann als Partner aus diesem Wettbewerb zurückgezogen hat. Mit Hilfe der Stadt und der Kreissparkasse klappt es 2016 wieder – sicherlich kein Schaden für das Image von Schongau. Auch wenn die Lechstadt als Austragungsort nur Junior-Partner von Landsberg ist, wo der Mammut-Teil des Musikwettbewerbs über die Bühne geht.

„Wenn wir nicht unseren Hut in den Ring geworfen hätten, dann hätte der Wettbewerb so nicht stattfinden können.“ Musikschüler aus dem Schongauer Land hätten dann nach Kempten oder München-Grünwald fahren müssen, um teilnehmen zu können. „Und die haben dort auch nur gewisse Kapazitäten“, deutet Höldrich an, dass dann vielleicht so manch hiesiger Musik-Stern auf der Strecke geblieben wäre.

Mit Hilfe von Fachfrau Sabine Clausen aus Bad Wörishofen, die ehrenamtlich arbeitet, haben Höldrich und sein Musikschulleiterkollege Lothar Kirsch aus Landsberg die Organisation angepackt und lassen damit eine alte Tradition wieder aufleben.

Für den Terminkalender in der Lechstadt heißt das: Beim Wertungsspiel am Samstag, 23. Januar, treten Nachwuchs-Musiker im Ensemble-Bereich „Duo: Klavier und ein Blasinstrument, Gitarrenensemble und Harfenensemble“ an. Auch Urkunden werden an diesem Tag überreicht. Und auch im Februar darf man sich in Schongau noch an den „Nachwehen“ des musikalischen Wettbewerbs erfreuen: Am Sonntag, 21. Februar, gibt es im Sparkassen-Forum ein Preisträger-Konzert.

Die Nachfrage sei indes „ganz gut“: 150 Nachwuchs-Musiker haben sich zum Kräftemessen in Schongau und Landsberg angemeldet. In Garmisch, wo der Regionalwettbewerb zuvor für die drei Landkreise ausgetragen worden war, seien es immer an die 200 Anmeldungen gewesen. Aber das neue Gespann Landsberg als Haupt-Austragungsort und Schongau als Junior-Partner müsse sich eben erstmal einspielen, sagt Karl Höldrich.

Bilanz gezogen wird hinterher, fügt er an: „Hat sich das System bewährt oder sind wir mit einer Neuauflage in dieser Form gescheitert?“ Wobei: „Schongau wäre schon prädestiniert“, den Wettbewerb auch im Jahr 2017 auszurichten. Schließlich gibt’s dann die Kategorie „Solo: Klavier“. Höldrich denkt da laut schon mal ganz konkret an den Konzert-Flügel im Sparkassen-Forum, den Konzert-Flügel im Ballenhaus, die beiden Konzertflügel im Schmuzersaal der Musikschule. „Wir wären offen für alles.“

Das sind auch die Nachwuchs-Musiker aus dem Schongauer Land: Einige Musikschüler proben schon fleißig in den Räumlichkeiten der Musikschule. Vor allem die Kategorie „Duo: Klavier und Blasinstrument“ habe es in sich, weiß Karl Höldrich. „Aber der Weg ist das Ziel“, ermutigt er die Teilnehmer. Ein Papa mit Sohn beispielsweise oder Freunde, die es gemeinsam anpacken: „Da ist eine ganz tolle Dynamik drin“, ist Höldrich regelrecht begeistert. „Es ist doch toll, wenn sich da zwei Kinder zusammentun. Wie raufen die sich zusammen? Das ist doch der Schlüssel zur Musik!“

Unterstützung gibt’s von den hiesigen Musiklehrern. Die dürfen am großen Tag allerdings nicht mehr eingreifen. In der Fach-Jury sitzen ausschließlich Auswärtige. Wer gerade eine Pause macht, kann sich dann im Wettbewerbs-Café im historischen Stuck-Ambiete unter dem Dach der Musikschule eine Verschnaufpause gönnen.

Wer sich in diesem Jahr nicht angemeldet hat, weil für ihn nicht die passende Instrumenten-Kategorie dabei ist, der hat vielleicht im kommenden Jahr mehr Glück. Bei Jugend musiziert gibt es in jedem Jahr neue Wertungs-Kategorien in den Bereichen „Solo“ und „Ensemble“. Neues Spiel also im wahrsten Sinne des Wortes, neues Glück.

Apropos Spiel: Es gibt auch Kategorien, die heuer nicht so beliebt sind. Keine Anmeldung gab es z.B. für den Solo-Wettbewerb Akkordeon. „An unserer Musikschule geben wir da keinen Unterricht“, nennt Höldrich einen Grund dafür. Auch für „Gesang (Pop)“ hat sich keiner angemeldet. Die Kategorie „Superstar“ verbleibt damit im Fernseher, Schongau sucht sich echte Musik-Talente.

Barbara Schlotterer-Fuchs

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