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Das Team der neuen Praxis um Martin Kayser (2. v.r.)

Praxis von Martin Kayser in neuem Gebäude

Nach einem Jahr des Umbaus entsteht ein wahres Schmuckkästchen

Schon beim ersten Anblick des neuen in frischem Grün gestrichenen Praxisbaus von Martin Kayser in der Liedlstraße steht für den Betrachter fest: Hier ist im Herzen der Altstadt von Schongau ein neues Schmuckkästchen entstanden.

Fast noch untertrieben, die Praxis ist eigentlich eine Schatztruhe zum Wohle von Patienten geworden. Architekt Horst Hafenmayer aus Ingenried hat alle Register seines Könnens gezogen, um die Ideen von Bauherrn Kayser mit seinen eigenen zu kombinieren.

Wie der Vater so der Sohn: Praxis Kayser seit über 56 Jahren in Schongau

Martin Kayser in seiner neuen Praxis

Wie heißt es so treffend? Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm. Im Falle Martin Kayser durchaus berechtigt. Man schreibt das Jahr 1960, als Vater Dr. Fritz Kayser in der Reichelstraße in Schongau seine Praxis als Allgemeinmediziner eröffnet und zehn Jahre lang dort praktiziert. Die Patienten werden von Jahr zu Jahr mehr, die Räumlichkeiten der Praxis werden zu klein. Ein Umzug ist angesagt. 1970 geht es in die Liedlstraße 6, wo Dr. Fritz Kayser gute 30 Jahre weiter für seine Patienten präsent ist. Im Jahre 2000 übernimmt Sohn Martin die Praxis und erweitert 2004 in Richtung eine Hausnummer weiter. Das Gebäude mit der Nummer 8 wird mit einbezogen. Quasi eine freundliche Übernahme zum Wohle der Patienten und des Personals.

Der Weg zur neu gestalteten Praxis

Irgendwann wird auch Martin Kayser bewusst, dass er mit seinem Latein in punkto Räume langsam am Limit ist. Gedanken formen sich, werden konkret. Weihnachten 2013 sind die Würfel gefallen. Das Gebäude in der Liedlstraße 14 wird erworben. Schon ein Jahr später gibt es die ersten Pläne, die Architekt Horst Hafenmayer aus Ingenried erstellt. Diesen wählt Martin Kayser aus, weil der Architekt auch die bekannten Gerbersäle in der Lechvorstadt geplant und gebaut hat. Die haben Stil, überzeugen Martin Kayser schließlich zur Wahl dieses Architekten. Von Anfang an war klar, dass ein Abriss nicht in Frage kommt. Die Innenstadt steht unter Ensembleschutz. Folglich ist deshalb auch nur eine Entkernung des Gebäudes möglich, die Außenhülle muss erhalten bleiben. Eine Herausforderung für den Architekten, die er trotz aller Vorgaben meistert. Im September 2015 ist Baubeginn. Fast genau ein Jahr später der Umzug in das neue Schmuckkästchen der Altstadt.

Barrierefreiheit wird hier groß geschrieben

Der erste Joker wird schon beim Eingang ausgespielt. Ebener Eingang zum großzügig gestalteten Empfang. Barrierefreiheit ist für Martin Kayser kein Zauberwort, es ist in diesem Gebäude Realität und setzt sich in allen Bereichen fort. Ein großer Aufzug, in dem nicht nur Patienten mit Rollator oder Rollstuhl in das obere Stockwerk gebracht werden, auch Patienten auf Krankenliegen können ohne umgebettet zu werden, in das jeweilige Untersuchungszimmer gerollt werden.

Zwei helle Sprechzimmer, die durch Schiebewand abgeteilt werden können, sind unmittelbar neben dem Empfang. Das Besondere: Die Zimmer sind in dem neuen Pavillon mit auffallendem Kupferdach untergebracht. Diabetes-Assistentin Steffi Wieland hat hier ihr kleines Reich eingerichtet. In unmittelbarer Nähe das große Wartezimmer, in dem ein roter Elefant das Maskottchen für Kinder ist. „Spielerisch die Ungewissheit vor dem Onkel Doktor nehmen“, so die Botschaft des kleinen Dickhäuters.

Eine weitere Trumpfkarte in Sachen Barrierefreiheit ist die große behindertengerechte Toilette mit selbstreinigendem Toilettensitz. Dass selbst die Türgriffe aus antibakteriellem Metall sind, versteht sich für Martin Kayser von selbst. „Barrierefreiheit und Hygiene lagen mir sehr am Herzen“, so sein Credo. Dass auch hier große farbige Kunstwerke den Aufenthalt angenehm gestalten, ein weiteres Schmankerl. Das auf antibakterielle Vorhänge und Kunst abgestimmte Farbkonzept wurde von Ingrid Kern aus Pullach erstellt.

Jetzt geht´s zur Sache

Das Gespräch mit dem jeweiligen Arzt kann nun beginnen, eine Untersuchung folgen. Vier Sprechzimmer stehen zur Verfügung, dazu zwei weitere Liegenzimmer. Hier können Infusionen gelegt werden, oder Behandlungen per Akupunktur ablaufen. Selbstverständlich werden auch Behandlungen mit Ultraschall für den Bauchbereich und Schilddrüse sofort angeboten. Zwei Akupunkturzimmer mit Blick der Patienten auf beruhigende Bilder sind eingerichtet.

Ein architektonisches Highlight ist die Ruhezone für das Personal im Dachspitz. Umkleideräume sowie ein Büro stehen zur Verfügung, sogar ein Appartement mit Bad macht Medizinstudenten den Aufenthalt angenehm. Ein Blickfang ist auf alle Fälle der Balkon, dessen Geländer aus den alten schmiedeeisernen Zaunteilen des ehemaligen Gartens gestaltet wurde.  

Das Ergebnis: Chappeau!

Seit dem 4. Oktober versorgen Martin Kayser als Chef der Praxis mit weiteren drei angestellten Ärzten und einer Weiterbildungsassistentin ihre Patienten nun in den neuen Räumlichkeiten. Dabei arbeiten sie mit den zehn medizinischen Fachangestellten Hand in Hand, ohne die so eine Praxis nicht laufen würde. Trotz dieser optimalen Versorgung bleibt die Praxis in Hohenfurch weiterhin in alt gewohnter Manier für alle Patienten geöffnet.

Alle Infos rund um die Praxis von Martin Kayser gibt es hier.

Hier geht's zur Facebook Page der Praxis.

Praxis Kayser in Schongau

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