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Durften die ersten sein: Der Schongauer Stadtrat im Ruheraum der neuen Sauna. 

Neueröffnung im Plantsch

Schweißtreibendes Schmuckstück

Schongau - Mit der Saunaland-Erweiterung sowie der Attraktivierung im Plantsch ist ein neues Kapitel in der Geschichte des Schongauer Hallenfreibads aufgeschlagen worden. Am frühen Mittwochabend konnten sich geladene Gäste ein Bild machen, was bei einer Investition von 1,6 Millionen Euro entstanden ist. Offizielle Eröffnung ist am Karfreitag um 9 Uhr.

Seit der Eröffnung im Jahr 2001 war der Badebetrieb im Plantsch hoch defizitär, die Gastronomie trug ein geringes Plus bei, während das Saunaland Jahr für Jahr einen steigenden, hohen Deckungsbeitrag zum Gesamtergebnis beisteuerte. Dadurch fiel der Gesamtverlust zuletzt um einen sechsstelligen Betrag geringer aus. Nicht zuletzt durch den Betrieb des Profitcenters Saunaland zählt das Plantsch bundesweit zu den besten zehn Prozent aller vergleichbaren Bäderbetriebe.

Das Wachstum im Saunabetrieb war jedoch so hoch, dass Ruhe und Erholung durch entspanntes Wellnessen immer weniger gewährleistet werden konnten. Auch personell war dies kaum zu stemmen, da die Saunameister regelmäßig mehrere Aufgüsse hintereinander durchführen mussten, was eine extreme körperliche Belastung bedeutete. Daher hat sich eine Erweiterung quasi aufgedrängt.

So können beengte Platzverhältnisse in den Ruhe- und Aufgussbereichen beseitigt, die Qualität des Angebots gesteigert und damit höhere Erlöse generiert werden. Geschäftsführer Andreas Kosian ist überzeugt, „dass die Mehrkosten durch Kapitaldienst und Betriebskosten geringer ausfallen als die Mehrerlöse durch eine angemessene Steigerung der Eintrittspreise und der Besucher“. Das Plantsch ist für ihn einer der größten Besuchermagneten Schongaus, in dem vom Säugling bis zum Greis wetterunabhängig alle profitieren.

Was wurde nun realisiert? Ein zusätzliches Saunagebäude mit großer Panoramasauna (60 plus X Plätze), eine Infrarotsauna (drei Plätze), ein Refugium mit 30 Entspannungsplätzen, Erlebnis- und Körperduschen im Innen- und Außenbereich entstanden ebenso wie zwei hochwertige Massageräume mit Sanitätsraum, Multimediaeinbauten für Themenabende und Veranstaltungen, Atrium mit Wärmebänken in Verbindung mit Sauna-Vorplatz, Naturschwimmteich, teilweise durch Flachwasser geführter Fußerlebnispfad, vergrößerte Gastronomieterrasse, barrierefreie Rollstuhlrampe und separater Eingang für Rollstuhlfahrer. Zudem kam ein neugestalteter Saunagarten mit Ambientebefeuerung und Effektbeleuchtung von Teich und Gebäude hinzu.

Neben der Investition von 1,6 Millionen Euro wurden Parkplatzsituation und Verkehrssicherheit verbessert, denn es erfolgt eine Trennung von Fußgänger- und Fahrzeugströmen. Der Haupteingang wurde barrierefrei, Fahrrad- und Rollerstellplätze (teils wetterfest) geschaffen.

Bürgermeister Falk Sluyterman erinnerte an den Spatenstich vor einem Jahr und an die Anfänge des Bads 1968. Davor hätten die Schongauer noch bei Haindl-Papier baden müssen. Die neue Anlage stelle einen Höhepunkt des Bäderbetriebs der Stadt Schongau dar. Pfarrer Norbert Marxer segnete die Räumlichkeiten.

Stephan Penning

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