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Die Macher von Schlabber Five: (hinten von links) Manfred Weber und Ralph Bätzner mit den erwachsen gewordenen Burschen (vorne von links) Dominik Bätzner, Artur Stöckler und Thomas Weber.

Sandkastenfreunde eröffnen Kellerbar

Schlabber Five – ein Traum geht in Erfüllung

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Schongau - Fünf Schongauer Sandkastenfreunde lassen am Samstagabend eine urige Altstadt-Bar wieder aufleben. Dahinter verbirgt sich eine Geschichte, die gleichermaßen schön wie traurig ist. Und ein definitiv kurioser Name.

Gwölb oder Mintbar. Diese Namen sind dem hiesigen Partygänger ein fester Begriff. Klar. So hieß die einst so urige Kellerbar in Schongaus Weinstraße. Seit einigen Monaten herrscht dort unten allerdings Leerstand. Scharfe Cocktails oder ein kühles Bier – Fehlanzeige. Die Bar machte dicht. Und die Stadt Schongau verlor dadurch ein wahres Schmuckstück ihres Nachtlebens.

Darüber ärgerten sich ganz besonders die drei Schongauer Sandkastenfreunde Dominik Bätzner (29), Artur Stöckler (28) und Thomas Weber (29). Aufgewachsen sind die längst erwachsenen Burschen in der Haldenbergstraße. Den Kontakt pflegen sie bis heute. Vor vier Monaten trafen sie sich mal wieder auf ein Bierchen in der Weinstube. Lagerhaus, Moritz, Hof – immer das gleiche zum Weggehen, und die ehemalige Mintbar steht schon wieder leer. Das kann doch nicht sein, dachten sie sich.

Alles begann mit einer Schnapsidee

Dass sie jetzt die Initiative ergreifen und die Bar wieder aufmachen würden, witzelten sie damals. „Eigentlich war das alles nur eine Schnapsidee“, sagt Dominik. Rund 16 Wochen später ist daraus der volle Ernst geworden. Ab Samstagabend, 22 Uhr, gibt’s dort unten wieder Cocktails, Bier und Schnäpse vom Allerfeinsten.

Fester Bestandteil des Kneipen-Teams sind auch die Väter von Dominik und Thomas, Ralph Bätzner (54) und Manfred Weber (51). Die beiden sind wie ihre Söhne seit Ewigkeiten richtig gut befreundet. Und Manfred, der hatte sowieso schon immer diesen großen Traum, eines Tages eine eigene Kneipe aufzumachen. Das Problem: Manfred ist schwer krank. Seit Längerem schon kämpft er gegen Krebs. Wie unberechenbar diese Krankheit sein kann, ist bekannt. Das wiederum erklärt, warum sich aus dieser Schnapsidee nun doch eine Wiedereröffnung dieser urigen Bar entwickelte.

„Einerseits, damit es in Schongau wieder mehr Weggehmöglichkeiten gibt. Aber in erster Linie natürlich, weil wir Manfred unbedingt seinen großen Traum erfüllen wollen“, sagt Dominik, der mit seinen Mitstreitern und tatkräftiger Unterstützung aus dem erweiterten Freundeskreis viel Arbeit in den Keller steckte.

Viel Zeit und Arbeit investiert

Streichen und verkleiden, Lichter und Musikanlage installieren. Rund 10 000 Euro und enorm viel Eigenleistung haben die Jungs die vergangenen Wochen in die Keller-Kneipe investiert. Am schwierigsten gestaltete sich allerdings die Suche nach einem geeigneten Namen. „Einfache Vorschläge wie zum Beispiel Kellerbar hat es viele gegeben“, sagt Dominik, der über die letztlich getroffene Entscheidung selbst lauthals grinsen muss: Schlabber Five. Richtig gelesen. So heißt die ehemalige Mintbar jetzt.

Schlabber Five? „Wenn wir mit Freunden was Trinken gehen, sagen wir dazu schlabbern“, erklärt Dominik. Dieser Begriff habe sich schon vor vielen Jahren in Schongaus Jugend eingeschlichen – und hält bis heute Stand. Und die Fünf (Five)? Die steht, na klar, für die Bargründer Artur, Dominik, Thomas, Ralph und Manfred, dessen Lebenstraum am Samstagabend endlich in Erfüllung geht.

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