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Das Lagerhaus in Schongau hat Moritz vor 17 Jahren übernommen.

Lagerhaus und Moritz

Claus Moritz sucht Nachfolger

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Schongau – Seit Monaten kocht im Schongauer „Lagerhaus“ die (Gerüchte-) Küche. Jetzt ist es ganz hochoffiziell raus: Ja, Pächter Claus Moritz sucht einen Nachfolger. Für die Kultkneipe „Lagerhaus“ samt Restaurant. Und auch für das „Moritz“ am Volksfestplatz.

Es wird getuschelt. Und das längst nicht mehr hinter vorgehaltener Hand. Szene-Gastronom Claus Moritz will Schluss machen mit dem „Lagerhaus“. Und mit dem Schongauer Club „Moritz – nur eineinhalb Jahre nach der großen Eröffnungsparty. Um das Gerücht ranken sich nach vielen Monaten, wie das nun mal so ist, immer mehr Geschichten. Von finanziellen Schwierigkeiten ist beispielsweise die Rede.

„Alles Quatsch“, stellt Claus Moritz jetzt im Gespräch mit den Schongauer Nachrichten klar. Alleine private Gründe sind es, warum er sich aus dem Geschäft zurückziehen will, zurückziehen muss. Das gilt für seine zwei Etablissements in Schongau. Die dreistöckige Kult-Kneipe „Lagerhaus“ mit angeschlossenem Restaurant. Aber auch für seinen „Club“ Moritz. Für beide Läden sucht er seit einigen Wochen einen Nachpächter.

Und: An Bewerbern hätte es bislang nicht gemangelt, erklärt Moritz. Gar von 80 Anfragen spricht er. Der Haken an der Sache: Die meisten kommen mit verklärten Vorstellungen zum Gespräch. Und wenig fachlichem Hintergrund. Auch aus finanzieller Sicht.

Wie hoch ist die Ablöse tatsächlich?

Denn freilich gibt es die beiden Schongauer In-Läden für einen potentiellen Nachfolger nicht zum Null-Tarif. Darf man Erzählungen im Schongauer Nachtleben glauben, reicht die Ablöse-Summe hier von 30 000 bis 300 000 Euro. Irgendwie scheint die Gerüchte-Küche jeden Monat eine Null mehr mitgeköchelt zu haben in der großen Tuschel-Küche.

Um wie viel Ablöse es tatsächlich geht, dazu will Claus Moritz sich nicht äußern. Betont aber, wie viel er in den Aus-, bzw. Umbau beider Szene-Lokale gesteckt hat. Alleine der Lagerhaus-Umbau im Jahr 2009 über alle Etagen hinweg. Moritz winkt ab. Gar nicht dran zu denken. Und er betont: An der Ablöse liegt es sicher nicht, dass bislang noch nicht der richtige Moritz-Nachfolger aufgetaucht ist.

„Für das Lagerhaus, da brauchst du einen, der dahintersteht. Einen, der weiß, was er macht. Der mit den Leuten umgehen kann.“ Einen wie ihn selbst. Claus Moritz, der Gastronom, der sein Weggeh-Imperium langsam aber sicher ausgebaut hat - neben den zwei Kneipen in Schongau betreibt er auch noch den zweiten Club „Moritz“ in Landsberg, sowie das Café „Mocca“ in der Lechstadt.

Auf das Geschäft dort will er sich jetzt konzentrieren. Nicht zuletzt weil er im benachbarten Erpfting wohnt und kurze Wege zur Familie immer wichtiger werden. „Würde ich in Schongau wohnen, würde ich Landsberg abgeben.“

Claus Moritz Partyveranstalter in Schongau und Landsberg

Aber er wohnt nun mal nicht in Schongau, der Claus Moritz. Und das hat das „Lagerhaus“ auch schmerzlich zu spüren bekommen. „Das letzte halbe Jahr war ich kaum dort“, sagt Claus Moritz traurig. Und zugleich dankbar für eine Geschäftsführerin, die ihm den Laden geschmissen hat in dieser Zeit.

Und auch im „Moritz“ wird er schon ab dem neuen Jahr – ganz unabhängig von der Suche nach einem Nachfolger – nochmal kürzer treten. Freitags-Party ist dann nicht mehr. Gefeiert und getanzt wird nur noch samstags.

Moritz spricht über Notfall-Lösungen, falls sich tatsächlich kein geeigneter Nachfolger findet. Über eine Geschäftsführer-Option. Was wiederum dafür spricht, dass Moritz seine Läden keinesfalls schnell abstoßen muss.

Lagerhaus ist Moritz erste Kneipe

Das Gegenteil ist der Fall: „Das Lagerhaus ist eigentlich mein Baby.“ Moritz erste Kneipe. In Schongau. 17 Jahre sind es inzwischen, seit er die Kneipe übernommen hat, die längst eine Institution ist. Und, er betont: Es läuft immer noch richtig gut.

Bleibt also abzuwarten wie es weitergeht mit dem „Lagerhaus“ und dem „Moritz“. Fortsetzung folgt.

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