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Mächtig zugeschlagen in Sachen Zwiebelblumen hat Josefine Epp aus Kinsau. Sie will Farbe in ihre Blumenschalen bringen. Enkeltochter Elisabeth will sie dabei unterstützen, die passenden Gartenhandschuhe hat sie auch beim OBI gefunden.

Frühlingsgefühle in Schongau

Der Garten lockt

Schongau - Erwin Filser aus Apfeldorf hatte lange Jahre eine tragende Rolle als Landrat. Die tragende Rolle an diesem sonnigen Samstag Vormittag war von ganz anderer Natur. Filser durfte die von seiner Frau Christa ausgesuchten Pflanzen und Zwiebelblumen tragen.

In einem Strohkörbchen, fein säuberlich nach Sorten getrennt. Das Ehepaar Filser war eines von vielen, die am Wochenende die Gärtnereien und Gartenabteilungen besuchten. „Am Donnerstagnachmittag begann schon der Sturm auf die Pflänzchen“, erzählt Iris Pröbstl von der gleichnamigen Gärtnerei in der Augsburger Straße in Schongau.

Pflück- und Kopfsalat, Kohlrabi, Petersilie und Brokkoli wurden für die Frühbeete gekauft. Ab Freitag standen dann die Zwiebelblumen wie Narzissen und Primeln in allen Farben hoch im Kurs. „Es müssen unbedingt Primeln in rosa sein“, lautete da der Auftrag, den Frieder Zeller von seiner Frau erhalten hat. „Doch wo hört rosa auf und fängt pink an?“, fragt sich am Verkaufstisch Zeller. Kein Problem in punkto Beratung, Rita Langegger hat für jeden unschlüssigen Kunden den passenden Rat parat. Auch für Zeller, der seine pflanzlichen Errungenschaften mit dem Fahrrad nach Hause karrt.

Osterglocken, Primeln und Vergissmeinnicht

Den strahlenden Josefitag nimmt Josefine Epp aus Kinsau zum Anlass, sich so richtig am Blumen-Verkaufsstand bei Obi auszutoben. Nach dem Motto „im Dutzend billiger“ belädt sie den Einkaufswagen mit Osterglocken, Primeln und Vergissmeinnicht. Auch Irma Gundlach sucht nach dem Stoff, aus dem die „Gartenträume sind“. Natürlich vergisst sie nicht die Pflanzerde. „Damit die Herrenveilchen bis zum Spätsommer blühen“, verrät sie beim aufladen.

Gartensaison = Grillsaison. 

Zumindest für den Schorsch vom Nachbargrundstück gehören schönes Wetter und grillen zusammen. Er will am Abend unbedingt Würste und Fleisch auf den Grill werfen. Zwei neue Gasflaschen wuchtet er in seinen Wagen. „Wohl bekomms, Schorsch!“ Zum Palmsonntag möchten Uschi und Wolfgang Jenninger die Pflanzschalen am Eingang ihres Hauses mit Hornfeilchen und Narzissen schmücken. „Da sieht doch so ein Eingang viel einladender aus, wenn die Sonnenstrahlen auf die Blümchen treffen“, formuliert es Wolfgang. Und Recht hat er, mit Sonne und Blumen ist es doch ein ganz anderes Leben. Frühling willkommen!

Hans-Helmut Herold

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