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So wie im Plan könnte das Haus für Kinder einmal aussehen. Gut zu sehen die große Außenspielfläche links Richtung Gartenweg, die Zufahrt ist im Nordosten geplant. Unten rechts führt die Marktoberdorfer Straße vorbei.

Bauausschuss Schongau

Haus für Kinder aus Holz und mit Grasdach

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Schongau - Die Stadt Schongau treibt die Planungen für das neue Haus für Kinder an der Marktoberdorfer Straße voran. Es stand bereits der Beschluss an, aus welchem Material der Kindergarten gebaut werden soll. „Diese Entscheidung müssen wir jetzt schon fällen, weil wir in die Auftragsplanung gehen“, sagte Stadtbaumeister Ulrich Knecht.

Zuerst zeigte Bauamts-Mitarbeiter Robert Thomas einen ersten Plan. Demnach sind direkt an der Marktoberdorfer Straße noch zusätzliche Parkplätze fürs Schulzentrum vorgesehen. Die Zufahrt zum Haus für Kinder würde – wie von Anwohnern gewünscht – nicht über den Gartenweg erfolgen, sondern von der anderen Seite her. Wobei sicher noch das Gutachten abgewartet werden dürfte, das zum Thema Verkehr in diesem Bereich gerade erstellt wird.

„Die große Außenfläche des Kindergartens ist in Süd-West-Richtung geplant“, sagte Thomas. Dort könnten zu dem jetzt viergruppigen Kindergarten noch zwei weitere angebaut werden, ohne dass zu wenig Spielmöglichkeit wäre – also eine Planung mit Entwicklungsmöglichkeiten für die Zukunft.

Vier Baustoffe sind möglich

Die vier möglichen Baustoffe hatte Thomas genau aufgeschlüsselt und tatsächlich Vergleichs-Kindergarten gefunden, die in je einer Bauart realisiert worden sind. Zur Auswahl standen Holzmassivbau mit großen Platten aus reinem Holz, ein Holzständerbau, ein leichter Massivbau mit hochporosierten Ziegeln und der klassische schwere Massivbau. Alle vier Arten hatte er in einem Plus-Minus-Diagramm bewertet und ging anschließend auf die wichtigsten Aspekte ein, zum Beispiel Wärme- und Schallschutz, Raumklima und Haltbarkeit.

Schnell zeigte sich, dass der Holzmassivbau die größten Vorteile vereinigte und fast überall mit der Bestnote abschnitt – nicht nur bei Ökologie und Nachhaltigkeit, sondern auch bei der Bauzeit und dem Nutzfläche-Gewinn: „Man braucht keine große Dämmung und spart so Platz“, erklärte Thomas. Auch die Kosten waren bei allen vier Arten relativ gleich, was sogar Fachmann Martin Schwarz (SPD) wunderte, der selber Schreiner ist: „Das hätte ich nicht gedacht. Mich würde die Entscheidung für einen Holzbau freuen.“

Dach soll begrünt werden 

Auch Fachfragen wie etwa von Helmut Hunger (CSU) zu Wärmedämmung und dem nachträglichen Verlegen von Leitungen wurden zufriedenstellend beantwortet. Paul Huber (CSU) war traditionell mit der Dachform unglücklich („wieder ein Flachdach“), doch zumindest frohlockte die ALS, als Thomas betonte, das Dach solle begrünt werden, um den Lechumlauf optisch mit aufzunehmen. Die Entscheidung für einen Holzmassivbau fiel schließlich einstimmig.

Um sich noch genauer ein Bild zu machen, hat Thomas im April auch eine Besichtigungs-Tour nach Kaufering organisiert. Der dort 2012 neu gebaute Kindergarten Mariä-Himmelfahrt ist in der Art ähnlich, hat auch einen Innenhof und einen Spielflur, wie sie auch in Schongau gebaut werden sollen.

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