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Völlig demolierte Front des Unfall-Lkw. Der 35-jährige Fahrer aus Peiting wurde mit dem Hubschrauber nach Murnau geflogen.

Auf Höhe Einfahrt Märchenwald

Lastwagen fährt gegen Baum - Fahrer schwer verletzt

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Schongau - Ein 35-jähriger Lkw-Fahrer einer Schongauer Firma wurde heute Nachmittag bei einem Unfall so schwer verletzt, dass er nach Murnau ins Unfallklinikum geflogen werden musste. Die Klappe eines entgegenkommenden Anhängers war aufgegangen.

Wie sich die Lage vor Ort darstellte, war der 35-jährige Peitinger gegen halb vier Uhr vom Gewerbegebiet an der Dießener Straße aus kommend Richtung Schongau unterwegs. Er kam aber nur wenige Meter weit: An der Abzweigung zum TÜV SÜD kam ihm ein Kleinlaster mit Anhänger einer Peitinger Firma entgegen, gesteuert von einem 55-jährigen Peitinger. Da öffnete sich die große Seitenklappe des Anhängers und klappte Richtung Gegenfahrbahn und damit Richtung Lastwagen herunter. Die Klappe muss die Vorderseite des Lastwagens direkt getroffen haben.

„Der Lkw-Fahrer hatte keine Chance mehr“, so Jürgen Haslinger, Einsatzleiter der Feuerwehr vor Ort und Schongaus stellvertretender Kommandant. Der 35-Jährige erlitt möglicherweise derart schwere Kopfverletzungen, dass er ohnmächtig wurde und sein Fahrzeug nach links von der Fahrbahn abkam. Es bremste erst ab, nachdem es einen dort am Straßenrand stehenden kleinen Baum umgeknickt hatte und kam nur kurz vor dem Abbiegeschild zum Märchenwald Schongau bei einem Rehgehege zum Stehen.

Die Klappe des Anhängers öffnete sich während der Fahrt.

Den Einsatzkräften – neben dem Roten Kreuz und der Polizei Schongau waren die Feuerwehren aus Schongau und Herzogsägmühle mit insgesamt knapp 40 Mann vor Ort – fanden ein Bild der Verwüstung vor. Der Fahrer musste aus dem völlig demolierten Führerhaus geholt werden. Am Boden überall verstreut lagen persönliche Gegenstände aus dem Lkw. Der Tank des Lastwagens war ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen worden, sodass einige Liter Diesel ausliefen, an der Unfallstelle roch es stark nach dem Treibstoff. „Wir haben zur Sicherheit einen Brandschutz aufgebaut und versucht, mit Wannen Diesel aufzufangen“, erläuterte Kreissbrandinspektor Ludwig Fernsemmer die Maßnahmen. Gleichzeitig wurde das Wasserwirtschaftsamt informiert. Eventuell muss an der Unfallstelle Boden ausgetauscht werden.

Die Straße muss noch bis in die Abendstunden gesperrt bleiben. Der Lkw kann erst geborgen werden, nachdem der Gutachter die Unfallstelle vermessen hat. Fernsemmer: „Bis dahin darf dort nichts bewegt werden.“ Um die Ersthelfer und Unfallbeteiligten zu betreuen, waren auch Seelsorger der Feuerwehr Herzogsägmühle im Einsatz.

Unfall in Schongau - die Bilder

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