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Müssen umziehen: Die Altstadtgeschäft Elektro Müller und Enzian-Reisen.

Wegen Häusersanierung

Marienplatz-Geschäfte müssen umziehen

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Schongau - Zwei alte Hasen des Marienplatzgewerbes müssen nach vielen Jahrzehnten ihre Sachen packen. Grund ist die Sanierung zweier Häuser, die von einem Investor aus Baden-Württemberg gekauft wurden.

In der jüngsten Schongauer Bauausschusssitzung wurde bekanntgegeben, dass im Erdgeschoss der Marienplatzhäuser 10 und 12 ein Lokal sowie ein neues Geschäft einziehen. Das bedeutet: Elektro Müller und Enzian Reisen müssen weichen. Nur wohin?

Günter Müller, Inhaber des Elektrogeschäfts, kann diese Frage noch nicht konkret beantworten. „In ein, zwei Wochen werde ich ein Gespräch mit dem neuen Hausbesitzer führen“, sagt er. Dann komme auf, wie und vor allem wo es für ihn und sein Team weitergehe. Vielleicht sogar im gleichen Gebäude? „Wenn, dann kann ich in den Raum daneben ziehen“, sagt er. Dorthin, wo NKD war, seit einigen Monaten aber Leerstand herrscht.

Nicht alle haben Umsatzeinbußen seit der Fußgängerzone

Bereits die Zukunft geklärt hat Enzian-Reisen-Geschäftsführerin Anna Tzoulakis-Huber. Ihr Laden wird bald zweigeteilt sein. „Die Busgeschäfte verlagern wir endgültig nach unten“, sagt sie. Also an die Sonnenstraße nahe Kreisverkehr Europaplatz. Das Reisebüro dagegen bleibt in der Altstadt, zieht um an den Lindenplatz, Hausnummer 9. „Ins Haus der Schwiegertochter von Patrick Aust, der unser Reisebüro führt.“

Gerne vom Marienplatz wegziehen möchte Tzoulakis-Huber nicht. Weniger aus geschäftlichen Gründen. „Seit über 60 Jahren sind wir jetzt hier gewesen.“ Plötzlich muss sie raus. Das tut weh. Zumal sie, entgegen anderer Gewerbetreibenden am Marienplatz, keine Umsatzeinbußen seit Einführung der Fußgängerzone zu verzeichnen hat.

Günter Müller, der die Gegenbewegung von Rene Repper ebenfalls gelesen hatte, sieht das ähnlich. „60 Prozent Einbußen halte ich für eine Übertreibung. Wer zu mir ins Geschäft kommen will, der kommt auch, egal, ob er direkt vor der Haustüre parken kann oder 20 Meter zu Fuß gehen muss.“

Welches Lokal und welches Geschäft nun an Stelle von Elektro Müller und Enzian-Reisen die Altstadt beleben sollen, ist noch nicht bekannt. Eigentümer der beiden Häuser ist inzwischen die Firma ICB aus Baden-Württemberg, die auch die notwendigen Sanierungsmaßnahmen vornehmen wird.

Es geht auch um die Kosten

ICB-Geschäftsführer Gerd Böckle sagt: „Die Sanierung wird denke ich im Frühjahr 2017 beginnen.“ Voraussichtlich sind die Häuser dann erst im Jahr 2018 bezugsfertig – wenngleich das Erdgeschoss „wesentlich schneller saniert werden kann, als die Wohnungen unterm Dach.“

Laut Böckle könnten übrigens sowohl Elektro-Müller als auch Enzian-Reisen im Gebäude bleiben. Tzoulakis-Huber bestätigt: „Ich hätte die Möglichkeit gehabt, nach dem Umbau zurückzuziehen, das wäre für uns aber zu teuer.“ Die Kostenfrage ist auch für Günter Müller in „ein, zwei Wochen“ kriegsentscheidend.

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