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Fleißig angeschraubt wurde gestern in der Schongauer Altstadt: Die neuen Schilder gelten ab Montag.

Neues Konzept startet am Montag

Der Park-Countdown läuft

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Schongau - Großes Wechselfieber in Schongau: Seit gestern werden die neuen Schilder angeschraubt, denn ab Montag wird mit dem neuen Parkraumkonzept und dem „Eine-Stunde-kostenlos-parken-Projekt“ alles anders in der Altstadt.

Viele Altstadt-Parker waren in den vergangenen Tagen verwundert: Die meisten Automaten zeigten „Außer Betrieb. Ein-Stunden-Parkzone“ an oder blieben gleich ganz den Dienst schuldig. Das liegt an der Umstellung, klärt Schongaus Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt auf: „Alle Parkautomaten müssen wegen der Neuprogrammierung kurzzeitig außer Betrieb genommen werden.“ Was bedeutet, dass die Verkehrsüberwachung Pause hat und die Parkscheibe in diesen Tagen zum letzten Mal im Einsatz ist. Wie mehrfach berichtet, wird sie nicht mehr benötigt, weil künftig eine Stunde kostenlos geparkt werden darf und dazu immer ein Parkticket gezogen werden muss.

Parkscheine gibt es derzeit in der Altstadt nicht, die Parkscheibe muss ran.

Wie das funktioniert, haben sich zwei Männer gestern schon einmal genau angeschaut. In der Liedlstraße, wo bisher nur mit Parkscheibe geparkt wurde, sind nämlich zwei neue Automaten aufgestellt worden. „Was muss ich denn künftig drücken?“, wollte der eine wissen – und entdeckte die große grüne Taste. Die muss künftig drücken, wer nur die kostenlose Stunde in Anspruch nimmt. Wer länger stehen will (außer an den Hauptverkehrsachsen, wo die Höchstparkdauer bei einer Stunde liegt), muss Geld einwerfen. Jede weitere nach der kostenlosen Stunde kostet einen Euro. „Muss ich immer einen Euro zahlen?“, wollte der andere Mann wissen. Natürlich nicht, klärt Voigt auf: Wer 50 Cent einwirft, darf beispielsweise eineinhalb Stunden stehen.

Ausgetauscht: Bauhof-Mitarbeiter Guido Schneider mit einem neuen Schild.

Das Aufstellen der neuen Automaten liegt im Plan, wobei laut Martin Blockhaus vom Tiefbauamt der Stadt einige Hürden zu überwinden waren: Kabel lagen nicht da, wo sie sollten, anderswo kamen Leitungen zum Vorschein, von denen keiner wusste – die üblichen Probleme, wenn man in einer historischen Altstadt in die Tiefe gräbt. „Aber wir arbeiten auf Hochtouren. Zum Start am Montag wird alles fertig sein“, so Blockhaus. Dann sollen die Automaten nach und nach im Laufe des Tages freigeschaltet werden, auch das Handy-Parken ist dann möglich.

Die Beschilderung ist für Schongauer Verhältnisse extrem einfach: Statt bisher acht gibt es nur noch zwei Parkzonen. „Wir haben uns lange den Kopf zerbrochen, was wir draufschreiben sollen“, sagte Blockhaus. Kurz und übersichtlich musste es sein, aber auch richtig. Herausgekommen ist „Maximal eine Stunde frei mit Parkschein“ zum Beispiel an den beliebten Stellplätzen an Marienplatz und Münzstraße, wo gar nicht länger geparkt werden darf. An den anderen Standorten steht „Mit Parkschein 1. Stunde frei“, es besteht also die Option der Verlängerung. Ergänzt werden die Schilder noch durch Hinweise, wo Anwohner nicht parken dürfen.

Noch nicht ganz fertig: Einer der neuen Parkschein-Automaten in der Liedlstraße.

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