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Auf die Finger geschaut: Ralf Niepel und Klaus Dieter Strauß von der Telekom (li. bzw. re. sitzend) sahen wie auch Martin Blockhaus (Verwaltung) und die Wirtschaftsförderin Yvonne Voigt zu, wie Bürgermeister Falk Sluyterman die Verträge unterzeichnete.

Vertrag unterzeichnet

Schnelles Internet für Industriegebiet

Schongau - Spätestens in einem Jahr kommen auch die Anlieger der Dießener Straße und das Gewerbegebiet Schongau Ost mit Lichtgeschwindigkeit ins Internet. Bei einem Termin im Rathaus unterzeichneten die Vertragspartner den Ausbau für den schnellen Internetzugang mit Glasfaserkabel.

In zwölf Monaten spätestens können die Anlieger der Dießener Straße, vor allem die dortigen Gewerbe- und Industriebetriebe, mit bis zu 200 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) online gehen, im Internet surfen und Daten übertragen. Den Weg dafür freigemacht hat jetzt Bürgermeister Falk Sluytermann bei einem Termin im Rathaus, wo er gemeinsam mit Ralf Niepel von der Deutschen Telekom den Vertrag für den Breitbandausbau unterschrieb.

Wichtiger Standortfaktor

Im Rahmen der Breitbandinitiative des Freistaates Bayern hatte die Kommune die Chance auf einen geförderten Ausbau genutzt, nun bekommen 65 Anlieger in der Dießener Straße das „schnelle Internet“. Zeitgleich wird die Telekom, auf eigene Kosten, bis Ende 2017 noch die Areale Ulmenweg, Lechvorstadt, Gnettner Areal und Schulzentrum ertüchtigen. Der Ausbau des Breitbandnetzes, respektive der Zugang dazu mit Datenübertragungsraten von mehr als 100 Mbit/s, sei ein wichtiger Standortfaktor für die heimische Wirtschaft, befand Bürgermeister Sluytermann.

Zum Vergleich, die ersten Telekom-Modems hatten Übertragungsraten von 300 Bit pro Sekunde. Während man in den frühen 1980-er Jahren vornehmlich E-Mail verschickte und vereinzelt Internetseiten aufrief, bietet das World Wide Web mittlerweile eine Vielzahl von Einsatzmöglichkeiten. So verschickt die Industrie etwa große Datenmengen in der Produktion, werden Anlagen ferngesteuert, aber auch über das Internet ferngesehen oder Videos gestreamt. Auch Telefonate werden in einem immer größeren Ma?e über das Internet abgewickelt, ohne dass der Telefonierende von dem Voice-over-Internet-Protocol (VoIP) genannten Prozedere etwas mitbekommt. Allein dafür muss die Datenübertragungsrate immer weiter ausgebaut werden, sind 16 bis 20 Mbit/s inzwischen die Minimalanforderung.

Sluytermann erinnerte daran, dass bei seinem Amtsantritt bzw. auch schon im Wahlkampf seinerzeit Gewerbe und Handel in der Dießener Straße einen bessern Ausbau und entsprechende Datenraten gefordert hatten. Mit dem Ausbau verfügen die Kunden dann über bis zu 200 Mbit/s im Downstream, also beim Herunterladen von Videos oder Daten und 100 Mbit/s im Upstream, etwa beim Versenden von E-Mails mit größeren Datenanhängen.

Auch ältestes Gewerbegebiet kommt in den Genuss

Mit dem nun besiegelten Ausbau wird das älteste Gewerbegebiet Schongaus, Schongau Ost, jetzt auch in den Genuss der schnellen Internetverbindungen kommen. Rund ein Jahr habe das Verfahren gedauert, merkte Martin Blockhaus an, der diese Woche aus der Hand von Wirtschaftsminister Markus Söder den Förderbescheid entgegengenommen hatte. Nach einer Bedarfsermittlung musste der Ausbau ausgeschrieben werden, wobei die Deutsche Telekom mit 104 505 Euro das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hatte. Dank der Breitbandinitiative wird diese Summe zu 60 Prozent durch den Freistaat gefördert, nur etwa 40 000 Euro muss die Kommune dazulegen. Dafür kommt in der Dießener Straße der so genannte FTTH-Standard (Fibre to the house) zum Einsatz, das heißt das Glasfaserkabel, wird quasi bis zum Router oder der Fritzbox ins Haus gelegt. Im Gegensatz dazu steht der eigenwirtschaftliche Ausbau in den vier genannten Arealen durch die Telekom im so genannten FTTC-Standard, also Fibre to the Cable oder Glasfaser bis zum (Kupfer-)Kabel. Natürlich wäre es schön so Niepel, wenn man überall Glasfaser verlegen würde. Mit dem GFK sind die höchsten Datenübertragungsraten möglich, das Kupferkabel limitiert diese Raten, vor allem an den Verteilerpunkten.

In einem Jahr soll alles fertig sein

Mit der Unterzeichnung hat die Telekom nun genau zwölf Monate für den Ausbau Zeit, so dass spätestens am 4. Dezember 2016 die Daten mit Lichtgeschwindigkeit zum Verbraucher rasen sollten. Für Yvonne Voigt ist mit dem Ausbau auch die Chance für eine strukturelle Erneuerung von Industrie und Handel in dem alten Gewerbegebiet verbunden, auch im Westen und in einigen weiteren, in der Planung befindlichen Gewerbegebieten will man den GFK-Ausbau vorantreiben bzw. liegen die so genannten Speedpipes bereits im Boden, so Blockhaus.

Oliver Sommer

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