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Den Erhalt der Mosaike forderten Schüler der Klasse 3e, die gestern mit Lehrerin Irmgard Schreiber-Buhl 343 Unterschriften an Bürgermeister Falk Sluyterman übergaben. Links Bauamts-Mitarbeiter Sebastian Dietrich.

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Schüler wollen Tiermosaike retten

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Schongau - Die Mosaike im Südpavillon der Schongauer Staufer-Grundschule sollen unbedingt erhalten bleiben und im Schulneubau einen Ehrenplatz finden. Dafür setzen sich Schüler der Klasse 3e ein, die gestern Bürgermeister Falk Sluyterman eine Unterschriftenliste übergaben.

Zuerst waren die Drittklässler noch etwas aufgeregt, aber dann beantworteten sie die Fragen von Falk Sluyterman im Bürgermeisterzimmer ganz souverän. Gemeinsam mit ihrer Lehrerin Irmgard Schreiber-Buhl hatten sie eine Unterschriftenliste mit 343 Namen mitgebracht. All diese Schongauer Grundschüler wünschen sich, dass die Tiermosaike im Südpavillon nicht der Abrissbirne zum Opfer fallen, sondern erhalten bleiben und dann eventuell im Schulneubau als Kunst am Bau einen neuen Platz finden – als Erinnerung an die alte Schule.

Aus den 50er Jahren stammen die Bilder, vermutlich 1951 oder 1952. Teilweise kennen sogar die Eltern der derzeitigen Grundschüler die Bilder noch, wie dem Bürgermeister berichtet wurde. Und auch Sebastian Dietrich, für den Städtischen Hochbau zuständig und mit dem Thema Schulneubau betraut, hat die Grundschule Schongau besucht, verbindet Positives mit der Wandmalerei und kann die Bitte der Kinder gut nachvollziehen.

Insgesamt acht dieser Tiermosaike wurden vermutlich Anfang der 50er-Jahre in der Grundschule erstellt.

Acht Motive sind zu sehen, dargestellt sind verschiedene Tierfamilien von der Familie Bär bis hin zu Storch und Huhn, „immer Tiermama, Papa, Kind“, so Schreiber-Buhl. „Ich vermute, dass damals jedem Tier eine Kindergruppe zugeordnet war“, so die Lehrkraft, die gemeinsam mit ihren Schülern die Unterschriftenliste als Schulprojekt erarbeitet hatte. „Kinder sollen sich einmischen, ihr Kinderrecht in der Kommune wahrnehmen, das ist auch Teil des Lehrauftrages“, erklärte sie.

Leider kann man die Bilder nicht einfach abhängen. Aufgebracht sind die Tierfamilien in Mosaiktechnik – mit dem Pinsel getupft – direkt auf den Untergrund. Was den Erhalt kompliziert machen könnte. Ohnehin sei es auch „eine Frage des Geldes“, wie Sluyterman den Kindern erklären musste, der sich aber sehr für das Engagement der Kinder bedankte. Und nichts beschönigte: Ob es eine Möglichkeit gibt, die Bilder zu erhalten, muss erst geprüft werden.

Die Mosaike wurden direkt auf den Untergrund aufgebracht, was den Erhalt schwierig macht.

Dietrich bat die Kinder gleich noch um Mithilfe. Denn Ende des Schuljahres ist – vor dem Abriss der Gebäude – ein Tag der Offenen Tür für die Schongauer Bevölkerung geplant. Auch dann könne nochmal das Thema aufgegriffen werden, eventuell in Form einer Ausstellung.

Leider weiß auch keiner etwas über den Künstler, der die Bilder gemalt hat. Im Schularchiv ist nichts darüber zu finden. Dies bedauert Dietrich, der auch schon im Stadtarchiv bei Franz Grundner angefragt hat. Daher die große Bitte der Schulfamilie in diesem Zusammenhang: Wer etwas über die Entstehung der Mosaike weiß oder den Künstler kennt, möge sich bitte bei der Stadt Schongau oder den Schongauer Nachrichten melden.

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