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Diese Langkrippe von Johann Georg Lang ist ein besonders seltenes Exemplar und Teil der Ausstellung.

Stadtmuseum Schongau

Seltene Krippenfiguren im Glaskasten

Schongau - Echte Kostbarkeiten können die Besucher des Schongauer Stadtmuseums derzeit bestaunen: Der aktuelle Glaskasten zeigt noch bis Januar seltene Krippenfiguren, darunter auch ungewöhnliche Szene wie die Hochzeit zu Kana oder die Taufe Jesu.

Vor einem Jahr hat sich das Stadtmuseum Schongau anlässlich des damaligen Weihnachtsmarktes in eine wahre Krippenlandschaft verwandelt, und es war eine Vielzahl verschiedenster Krippen und Stile zu bewundern. In diesem Jahr sind es nur zwei Krippen, die sogenannte Lamprechtkrippe und die Langkrippe, beide aus der Zeit um 1910.

Aus Lindenholz geschnitzt und liebevoll mit vielen kleinen Details versehen wie etwa spielenden Eichhörnchen oder einem Vogelnest, präsentiert sich die Langkrippe recht imposant gleich am Eingang des Stadtmuseums. Doch nicht nur diese Details, die man nur sieht, wenn man sie kennt bzw. zum Betrachten ganz genau hinschaut, machen die 1913 geschaffene Krippe zu etwas Besonderem, wie Franz Grundner vom Schongauer Stadtmuseum bei der Ausstellungseröffnung den Besuchern sagte.

Nach einer Kriegsverletzung wurde Lang Lehrer an der Schnitzschule

Hatte der Erbauer Johann Georg Lang das Schnitzerhandwerk in Oberammergau gelernt und seitdem zahlreiche Plastiken und Skulpturen geschaffen, sorgte eine Kriegsverletzung dafür, dass Lang seinem eigentlichen Beruf nicht mehr nachgehen konnte. Er unterrichtete danach an der Schnitzschule in Oberammergau und wurde Regisseur sowie Spielleiter der Oberammergauer Passionsfestspiele, die er mit einer kühnen Neuinszenierung 1930 nachhaltig verändern sollte.

Krippe eines der großen Werke Langs

Lang ist auch der Vater des Karikaturisten und Architekten Ernst Maria Lang, der in den 1960er Jahren oft im Fernsehen zu sehen war, wie Grundner erzählte. Die Krippe dürfte eines der letzten großen Werke Langs gewesen sein, die abermals die traditionsgebundene Schöpferkraft vermittelt. Es sei eine eigenwillige Form des Heimatstils zu erkennen, so Grundner, mit der einerseits traditionellen Bestückung mit der Heiligen Familie, gleichzeitig aber auch den zahlreichen lachenden, singenden und musizierenden, kleinen Lausbuben gleichen, Engeln. Und eben den eingearbeiteten Details wie Tannenzapfen, Eichhörnchen und das Vogelnest.

os

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