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Nach dem Sturm mussten die Lichtergirlanden erst wieder hergerichtet werden.

Mehr als 5800 Euro eingegangen

Viele Spenden für Weihnachtsbeleuchtung

Schongau - Nach dem Ausstieg der Werbegemeinschaft Altstadt war die Stadt selbst für die Weihnachtsbeleuchtung zuständig – und hat dank spendenfreudiger Geschäftleute sogar Geld gespart. Trotzdem ist unklar, wie es kommende Weihnachten laufen wird.

Franz Köpf ist zufrieden. „Ich bin froh, dass wir nicht mehr für die Weihnachtsbeleuchtung zuständig sind“, sagt der Vorsitzende der Werbegemeinschaft Altstadt. Vor allem der Sturm Nils kurz nach dem Aufhängen Ende November, „als die neuen Ketten fast am Boden lagen“, habe ihn darin bekräftigt, alles richtig gemacht zu haben. „Wenn was passiert, wären wir haftbar gewesen“, sagt Köpf.

Bettelbrief des Bürgermeisters hatte Erfolg

Nach dem kuriosen Streit um die Weihnachtsbeleuchtung im Jahr zuvor hat die Stadt notgedrungen das Aufhängen übernommen, weil sich die Werbegemeinschaft, die das die vergangenen Jahre gestemmt und dafür einen städtischen 3500-Euro-Zuschuss bekommen hat, zurückgezogen hatte. In seiner Not schickte Bürgermeister Falk Sluyterman (SPD) einen Rundbrief raus, und diese Bettelei hatte wider Erwarten großen Erfolg: 5830 Euro gingen von den Geschäftsleuten ein – das waren 73 Prozent der entstandenen Kosten von rund 8000 Euro für das Aufhängen, die Wartung und das Abhängen der Weihnachtsbeleuchtung durch die Firma Schedel. Damit kam die Stadt sogar etwas günstiger weg als in den Vorjahren, weil der Zuschuss an die Werbegemeinschaft weggefallen ist und die zu zahlende Restsumme geringer war. „Allerdings hat die Anschaffung und Längenanpassung der neuen Ketten zusätzliche einmalige Kosten von rund 10 000 Euro verursacht“, sagt Stadt-Sprecherin Yvonne Voigt.

Ob die Aktion wiederholt wird, ist offen

31 Prozent der 168 angeschriebenen Unternehmen in der Altstadt und elf Prozent der 342 kontaktierten Betriebe aus dem restlichen Stadtgebiet folgten dem Spendenaufruf des Bürgermeisters. Die Werbegemeinschaft hatte bei dem Spendenaufruf mit Adressen ausgeholfen. Die Altstadtbetriebe zahlten oft sogar mehr, als sie bisher an die Werbegemeinschaft überwiesen hatten. Und die Betriebe außerhalb der Altstadt hatten sich bisher noch überhaupt nicht an der Weihnachtsbeleuchtung beteiligt, was auch Köpf immer wieder bemängelt hatte. Das Beispiel beweise, dass auch diesen Unternehmen ein schönes Stadtzentrum zu Weihnachten einiges wert ist, so Voigt.

Ob diese Aktion in den kommenden Jahren wiederholt wird, ist allerdings fraglich. Bisher konnte sich die Stadt quasi auf einen Notfall berufen, doch grundsätzlich muss sie für eine solche Leistung eine Ausschreibung starten. Die Stadt hätte gerne eine private Gruppe, die sich künftig um die Weihnachtsbeleuchtung kümmert: „Die hätte größere Freiheiten bei der Gestaltung eines längerfristigen Rahmenvertrags“, so Voigt. Doch die Gruppe Schongau belebt etwa hatte schon vergangenes Jahr dankend abgelehnt, wie deren Chefin Beatrice Amberg bestätigt. Voigt: „Ich nehme gerne Vorschläge zu diesem Thema entgegen.“ Denn eine Ausschreibung müsste spätestens Mitte des Jahres starten. Voigt ist erreichbar unter Tel. 08861/214-134 oder eMail: voigt.yvonne@schongau.de.

Boris Forstner

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