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Standen hoch im Kurs: Das Schongauer und Hohenfurcher Prinzenpaar. 

Schongauer Faschingsumzug

Machtkampf wegen Prinzenpaar-Wilderei

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Schongau - Kiffer, Aliens, König Ludwig II. und ein politisches Traumpaar: Die Teilnehmer beim Schongauer Faschingsumzug haben sich tolle Motive einfallen lassen. Und demonstriert, warum heuer nicht wirklich die Prinzenpaare aus Schongau und Hohenfurch das Sagen haben. 

Sie sagt: „Wir schaffen das.“ Er sagt: „So geht das nicht.“ Er möchte die Grenzen selbst überwachen. Sie verdeutlicht ihm, dass das in Deutschland so nicht funktioniert. Zwischen CSU-Chef Horst Seehofer und Bundeskanzlerin Angela Merkel brodelt es. Die Flüchtlingskrise trieb einen Keil zwischen die beiden. Aber auf dem Schongauer Faschingsumzug war plötzlich alles anders: Die Angie und der Horst in trauter Zweisamkeit, präsentierten sich als das politische Traumpaar. Es war einer der ersten von insgesamt 28 Brüllern, die heuer um den Marienplatz die Runde machten. Ob auf einem prächtig dekorierten Wagen oder als agile Fußgruppe – ein politischer Seitenhieb darf da natürlich nicht fehlen.

Bilder vom Faschingstreiben in Schongau

Vor allem nicht, wenn die nette Obrigkeit mir nichts dir nichts 360 Millionen Euro in zwei Tagen verprasst – für ein Treffen, dessen Ergebnis der einfache Bürger womöglich ein Leben lang nicht erfahren wird. Die Burschen und Madln der Birkländer Landjugend ließen ihrem Unmut über den G7-Gipfel im Schloss Elmau freien Lauf: „Sie haben eine ganze Welt in die Armut und in den Wahnsinn getrieben.“ Und das Klima noch immer nicht retten können. Das ist auch der Grund, warum die Schwabbrucker Landjugend nur noch den Einkehr- und keinen Kurzumschwung mehr auf Ski trainiert. Die große Gefahr dabei: „Zu viel Après-Ski macht die Leber hi.“

"Den Fasching regiert, wer das Prinzenpaar spendiert!"

Dann lieber gleich kiffen, dachte sich die Apfeldorfer Landjugend, heuer mit einem mächtigen Coffeeshop auffuhr. Wohl auch, um den Seitenwechsel von Thomas Schertich besser zu verkraften. Dass ausgerechnet er der Schongauer Faschingsprinz ist – ein Jammer. Wobei, irgendwie sind die Apfeldorfer wegen ihrer erfolgreichen Prinzenpaar-Schmiede ja selber schuld.

Auch die drehte gestern ihre Runde. Und fand größten Zuspruch im Motiv der Altenstadter Landjugend, die es noch viel schlimmer erwischte. Denise Fichtl, die Schongauer Prinzessin – eine Altenstadterin. Christina Högg, die Hohenfurcher Prinzessin – eine Altenstadterin. Und Michael Haslach, Hohenfurcher Prinz – ein Altenstadter! Das konnten und wollten die Altenstadter nicht so stehen lassen, schrieben dick und fett auf ihren ganz persönlichen Garde-Wagen: „Den Fasching regiert, wer das Prinzenpaar spendiert!“

Doch bei allem Machtkampf. Nach dem traditionellen, zum dahin schmelzenden Tanz der Prinzenpaare, den in Perfektion vorgetragenen Synchron-Auftritten der Garden aus Schongau, Schwabsoien und Hohenfurch sowie dem tosenden Applaus der 6500 maskierten Besucher war die Wilderei der führenden Faschingsgesellschaften endgültig verziehen.

Johannes Schelle

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