Schongauer Pärchen: Erst Liebe, dann Hiebe

Schongau - Sie waren ein Paar, haben ein gemeinsames Kind und verstehen sich wieder gut. Trotzdem stand ein Schongauer (31) jetzt wegen Körperverletzung an seiner damaligen Freundin vor Gericht.

Bis zum Frühjahr vergangenen Jahres waren sie ein Paar, der 31 Jahre alte Schongau und die 25-jährige Schongauerin. Aber irgendwann zerbricht die Beziehung, mit einem handgreiflichen Schluspunkt.

Der Abend des 13. Mai 2012 beginnt zunächst ganz gemütlich: Der Angeklagte besucht die 25-Jährige in ihrer Wohnung. Ihr neuer Lebensgefährte ist auch da. Alle trinken zusammen Bier, irgendwann kippt die Situation: „Ich wollte nur noch nach Hause gehen und meinen Receiver mitnehmen“, schilderte der Angeklagte vor Gericht.

Die 25-Jährige versucht darauf, die Mitnahme des Gerätes mit allen Mitteln zu verhindern. Sie will nicht, dass ihr Ex-Freund den Receiver, den er ihr geliehen hatte, abbaut. „Sie hat mich festgehalten, wir haben uns geschubst, es wurde immer heftiger“, führte der Schongauer weiter aus. Schließlich habe er ihr mit der Hand auf die Backe geschlagen. Der neue Lebensgefährte will daraufhin eingreifen. Der Angeklagte stößt ihn jedoch gegen den Türstock, sodass der neue Freund blaue Flecken am Rücken erleidet.

So stellte sich für Richter Martin Hausladen der erste angeklagte Vorfall nach der Beweisaufnahme dar. Beim zweiten gewalttätigen Streit am 24. Juli kam es laut Anklageschrift erneut zu einer zunächst verbalen Auseinandersetzung, in deren Verlauf der Angeklagte die junge Frau so heftig geschubst haben soll, dass sie zu Boden stürzte. Diesmal ging es um einen Rechner, den der Schongauer seiner Ex-Freundin geliehen hatte und den er nun mitnehmen wollte.

Wieder kam es zum Streit und zu Beleidigungen „Jeder hat den Rechner gepackt, und wir haben darum gerauft“, schilderte der Angeklagte die Auseinandersetzung. Schließlich seien beide mitsamt des Streitobjekts umgefallen. Wenig später klingelte ein Polizist, der von den Nachbarn verständigt worden war. Nachdem sowohl der Angeklagte als auch die 25-Jährige in ihrer Zeugenaussage von keinem heftigen Schubsen und keinen Schlägen berichtet hatten, hielt der Richter die Körperverletzung in diesem Fall für nicht erwiesen an. „Das war ein wechselseitiges Zerren, das beiden anzulasten ist“, so Hausladen.

Da der Angeklagte bislang unbescholten war, wurde er wegen Körperverletzung und Beleidigung zu einer Geldstrafe in Höhe von 525 Euro verurteilt.

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