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Beim Spatenstich: (v.l.) Robert Thomas (Stadtbauamt), Bürgermeister Fal k Sluyterman, Bauleiter Julian Hörbrand (Firma Haseitl) und Architekt Siegfried Bommersbach.

Spatenstich für Haus für Kinder

Im September sollen die Kinder einziehen

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Schongau - Den dritten Spatenstich innerhalb von zwei Wochen hat gestern Schongaus Bürgermeister Falk Sluyterman absolviert. Ging es bei den beiden vorherigen Aktionen um Unternehmens-Erweiterungen, ist die Stadt beim Haus für Kinder an der Marktoberdorfer Straße selbst Bauherr. Der Zeitplan ist ehrgeizig: Schon im September sollen dort Kinder betreut werden.

Die Bauarbeiter außenrum lachten sich schlapp, als die vier Herren sich fürs Foto abmühten, aus der eben festgerüttelten Deckschicht eine paar Brocken für den Spatenstich herauszubrechen. Aber es hilft nichts: Zu einem Spatenstich muss was auf dem Spaten liegen, daran führt kein Weg vorbei. Und die kleinen Löcher werden den Zeitplan definitiv nicht behindern.

Da gab es ganz andere Hindernisse. Zum Beispiel der vorherige Mieter, die Gärtnerei May, die eine Frist nach der anderen verstreichen ließ und das Gelände nicht freimachte. Zum einen verständlich, weil sie selbst erst neue Flächen finden musste. Zum anderen für die Stadt ein massives Problem. Noch immer stehen zwei Gewächshäuser auf dem Gelände, die Stadt baut bis auf zwei Meter daneben. „Erst für den Außenbereich brauchen wir den gesamten Platz, das wird erst nächsten Sommer aktuell“, sagte Robert Thomas vom Stadtbauamt.

3,2 Millionen Euro wird das neue Haus für Kinder kosten, sagte Sluyterman, ein Drittel kommt aus staatlicher Förderung. Drei Kindergartengruppen sowie eine Krippe sollen dort unterkommen und nicht nur den aktuellen Bedarf an zusätzlichen Plätzen decken, sondern auch Ausweichquartier für den Kindergarten Regenbogen in der Bahnhofstraße werden. Der ist dringend sanierungsbedürftig – mindestens eine, wenn nicht sogar zwei Gruppen sollen ins neue Haus für Kinder umziehen, um die Sanierung möglichst schnell angehen zu können. Das hatte auch die CSU immer gefordert. „Die Pläne dazu sind bereits fertig“, sagte Sluyterman; Architekt ist passenderweise mit Siegfried Bommersbach der selbe Planer wie beim Haus für Kinder. Der Kindergarten an der Benefiziumstraße, der sehr beliebt, aber ebenso sanierungsbedürftig ist, soll früher oder später auch aufgegeben werden. „Das wird aber noch nicht nächsten September passieren“, so Sluyterman.

Zurück zum Neubau: Der wird in Holzbauweise erstellt, und der Stadtrat hat sich bei einem Referenz-Besuch in Kaufering angeschaut, „wie man in so einem Kindergarten leben und arbeiten kann“, so Sluyterman. Die zentrale Lage direkt gegenüber des Schulzentrums hält der Bürgermeister für einen Vorteil, weil das Haus für Kinder von allen Stadtteilen aus gut zu erreichen sei. „Das ist besser als in einem Wohngebiet, wo nach zehn Jahren die Kinder herausgewachsen sind“ – eine kleine Spitze gegen die CSU, die stets für einen neuen Kindergarten in der Lechvorstadt plädiert hatte.

Dass der Bedarf notwendig ist, darüber seien sich aber im Stadtrat alle Parteien einig gewesen, so Sluyterman, der auch in den Wahlunterlagen gekramt hatte und festgestellt hat, dass mehr Kindergartenplätze bei allen ganz oben auf der Agenda gestanden haben.

Der Zeitplan ist eng getaktet: Die Firma Haseitl übernimmt die ersten Arbeiten, dann soll im Winter die Pfahlgründung gesetzt werden. Die ist nötig wegen des Untergrunds, daran kann auch bei Frost gearbeitet werden. Parallel werden im Winter die weiteren Gewerke ausgeschrieben. „Wir hoffen, dass die Baufirmen dann die Arbeiten in ihren dichten Zeitplan unterbringen“, sagte Bommersbach. Denn die Baubranche boomt, bei den Arbeiten an der Grundschule beispielsweise wurde die Stadt mehrmals versetzt. „Beim Haus für Kinder liegen wir aber noch voll im Zeitplan“, sagte Thomas.

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