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Patricia Breunig hofft auf viele Teilnehmer am Spendenschwimmen.

Spendenaktion für Namibia

Patricia sammelt für ein Schwimmbecken

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Schongau - Als die heute 21-jährige Patricia Breunig vergangenes Jahr im Zuge eines Austauschprogramms nach Namibia flog, ahnte sie nicht, dass dieser Aufenthalt ihr Leben verändern sollte. Jetzt will sie eine Hilfsaktion starten, um dem kleinen Ort, in dem sie untergebracht war, zu einem Schwimmbad zu verhelfen.

Die Schongauerin, die auf Lehramt studiert, hatte im vergangenen Jahr im Rahmen eines Namibia-Projekts des bayerischen Lehrerverbands, an dem sich pro Jahr 60 Studenten beteiligen können, die Möglichkeit, das afrikanische Land zu besuchen. Und da Namibia eine ehemalige deutsche Kolonie ist, gibt es dort noch viele deutsche Schulen.

In einer von diesen – der Privaatskool Elnatan in dem kleinen, etwa 500 Einwohner zählenden Ort Stampriet – hatte Breunig die Möglichkeit, Deutsch zu unterrichten. Bemerkenswert: Die Schüler reisen aus einem Umkreis von 400 Kilometern an, haben daher bisweilen einen fünfstündigen Schulweg – in Deutschland überhaupt nicht vorstellbar. Die Schüler sind daher unter der Woche in einem Hostel untergebracht.

Die 21-Jährige lernte dabei viele Eltern kennen, wurde von diesen immer wieder nach Hause eingeladen. Und sammelte beeindruckende Erlebnisse, die ihre Liebe zu dem Land von Tag zu Tag größer werden ließ.

Die Schule selbst ist sehr sportlich ausgerichtet, allerdings fehlt es überall an entsprechenden Rahmenbedingungen. So ist das einzige Schwimmbad dort eher einem Wasserreservoir vergleichbar, in dem Algen schwimmen und das nur einmal wöchentlich gereinigt wird. Neun Meter lang, vier Meter breit und maximal einen Meter tief.

Alle Familienmitglieder sind begeisterte Schwimmer

Zugute kam Patricia Breunig, dass sie selbst sehr sportlich ist und zudem einer sportlichen Familie entstammt (alle Mitglieder sind begeisterte Schwimmer, die jüngere Schwester Ramona gar eine erfolgreiche Triathletin in Schongau).

„Schwimmen kann man dort nicht wirklich“, erklärt Patricia, „sogar Kinder können bequem darin stehen.“ Und weil die junge Schongauerin ein Mensch der Tat ist (im städtischen Plantsch arbeitet sie derzeit noch als Rettungsschwimmerin, in der evangelischen Kirche als Organistin), beschloss sie, die Sache selbst in die Hand zu nehmen und etwas für die Schüler in Elnatan zu tun.

Das vor dem Hintergrund, dass in Namibia zwar Schwimmtraining angeboten wird, man dafür aber in die nächste große Stadt fahren muss. Bis dahin müssen mehrere Stunden Fahrt zurückgelegt werden. Kein Wunder also, dass es nur ein Mädchen gibt, das Schwimmen als Leistunssport betreibt. Die 14-jährige Penny Elizabeth Campbell besucht die siebte Klasse und ist 14 Jahre alt. Seitdem sie fünf Jahre alt ist, schwimmt sie, seit sie elf ist, nimmt sie an Schwimmwettbewerben teil. Sie hat große internationale Vorbilder im Schwimmsport und darüber hinaus einen besonderen Wunsch: einmal an den Olympischen Spielen teilnehmen. Deshalb träumt sie von einem richtigen Schwimmbecken in ihrer Heimat.

Es fehlen noch 32.000 Euro

Dazu möchte Patricia Breunig ihren Teil beitragen – mit einer Spendenaktion. 18.000 Euro wurden vor Ort in Namibia bereits gesammelt, zirka 32.000 Euro fehlen noch. Damit könnte eine kleine Schwimmhalle mit sechs Bahnen a 25 Meter erstellt werden, noch dazu mit permanenter Wasserfilterung.

Um weiteres Geld zu sammeln, möchte sie in Zusammenarbeit mit dem Plantsch am 5. November zwischen 9 und 22 Uhr einen Schwimmtag für den guten Zweck auf die Beine stellen. Dabei müssen sich die Teilnehmer einen Sponsor suchen, der für jede zurückgelegten 100 Meter einen kleinen Betrag spendet.

Plantsch-Geschäftsführer Andreas Kosian war spontan von der Idee begeistert. „Mein erster Gedanke war: Typisch Patricia. Sie macht viele Sachen, aber alle gut.“ Kosian schätzt die Schongauerin als engagierte Mitarbeiterin und freute sich, „dass sie auch bei einem solch sozialen Projekt spontan Hilfe zugesagt hat“.

Für Patricia Breunig soll es damit jedoch noch nicht getan sein. Vorher möchte sie einen Info-Nachmittag in der evangelischen Kirche abhalten und bei dieser Gelegenheit Geld für Namibia sammeln. Die Plantsch-Geschäftsführung hat dazu übrigens den Druck der Schwimmkarten übernommen und will entsprechende Flyer verteilen.

Der Kontakt

mit der 21-Jährigen ist möglich unter patriciabreunig@aol.com.

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