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Noch ein paar Jahre wird das Welfen-Gymnasium in Schongau umgebaut und erweitert.

Welfen-Gymnasium Schongau

Neuer Schulleiter ist alter Bekannter

Schongau – Bernhard O’Connor heißt der Nachfolger von Wolfgang Gebler, der im Februar nach 16 Jahren als Leiter des Schongauer Welfen-Gymnasiums in Ruhestand geht. Trotz seines ausländischen Namens ist O’Connor ein waschechter Bayer, für den der Wechsel aus Landshut eine Rückkehr ist: Der 55-Jährige ist in Altenstadt aufgewachsen und hat in Schongau Abitur gemacht.

Der Name fällt auf: O’Connor klingt irisch, auf jeden Fall exotisch. Bekommen die Schongauer einen irischen Gymnasiums-Leiter? O’Connor winkt lachend ab: „Ich bin in Landshut geboren und habe nur den Namen meiner Frau angenommen, die amerikanische Vorfahren hat. Die hing an ihrem Namen.“ Also hat er, was heutzutage ungewöhnlich ist und damals noch viel mehr, auf seinen Geburtsnamen verzichtet. Früher hieß er Bremer.

Name in der Region nicht unbekannt

Unter diesem Namen dürfte er im Schongauer Land noch bekannt sein. Denn bereits im Alter von fünf Jahren zog er mit seiner Familie von Landshut nach Altenstadt, weil sein Vater im Pfaffenwinkel einen Job als Bauingenieur angenommen hatte. „Ich bin in Altenstadt in die Grundschule gegangen, in Schongau aufs Gymnasium und habe dort 1980 auch mein Abitur gemacht.“ Er ist also in der Region verwurzelt, war Ministrant, hat Fußball gespielt – und nicht zuletzt auch seine spätere Frau kennengelernt. Die kommt aus Schongau, war am Welfen-Gymnasium drei Jahrgänge unter ihm. O’Connors Schwiegereltern wohnen in Steingaden, „der Kontakt ins Schongauer Land, in diese landschaftlich wunderbare Gegend ist nie abgerissen.“

Bernhard O’Connor wird Nachfolger von Wolfgang Gebler.

Denn im Alter von 22 Jahren zog er weg aus Altenstadt, machte eine Karriere als Lehrer, die ihn wieder in seine Geburtsstadt Landshut führte. Am dortigen Hans-Carossa-Gymnasium war der Oberstudiendirektor erst eineinhalb Jahre stellvertretender Leiter und wurde 2005 Schulleiter. Er betont, nicht im Unfrieden wegzugehen, ganz im Gegenteil: „Das Carossa-Gymnasium ist nach wie vor eine Traumschule für mich.“ Aber nach zwölf Jahren hat er sich überlegt, noch einmal etwas anderes zu machen, nachdem es mit einem früher einmal geplanten Wechsel ins Ausland nicht geklappt hatte und die beiden Kinder mittlerweile erwachsen sind. Mit 55 Jahren sei ein Neuanfang noch möglich, drei Jahre später hätte er den Schritt nicht gewagt, sagt O’Connor. „Und für mich war klar, dass nur ein Wechsel ans Welfen-Gymnasium in Frage kommt.“

Vermutlich letzter Wechsel im Berufsleben

Als klar wurde, dass Gebler im Februar 2017 aufhört und die Stelle im Oktober ausgeschrieben war, hat sich O’Connor beworben und den Zuschlag erhalten. Glücklicher Zufall: Seine Frau ist auch Lehrerin und Schulpsychologin, für sie musste in der Nähe ebenfalls eine passende Stelle gefunden werden. Das klappte: „Sie wird als Seminarlehrerin in Augsburg arbeiten und gleichzeitig bei der Schulberatung Schwaben“, so O’Connor – dem unbeschwerten Umzug voraussichtlich nach Peiting („da haben wir was im Auge“) stand nichts mehr im Wege. Seine Frau wird nach Augsburg pendeln, „das ist machbar“.

Für O’Connor ist der vermutlich letzte Wechsel in seinem beruflichen Leben nicht nur spannend, für ihn schließt sich ein Kreis zwischen Landshut und Schongau. Mit Noch-Schulleiter Gebler hat er sich bereits getroffen, die Amtsübergabe ist am 17. Februar. Dann wird er in einer Großbaustelle arbeiten, schließlich wird das Schulzentrum noch einige Jahre umgebaut und erweitert. Doch das ist O’Connor, der Latein und Französisch unterrichtet, gewohnt: „In Landshut war auch seit drei Jahren Baustelle.“

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