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Franz Köpf wünscht sich einen Black Friday. 

Werbegemeinschaft Altstadt

Mobile Eisbahn als Marketing-Traum

Schongau - Die Fußgängerzone nahm bei der Versammlung der Werbegemeinschaft Altstadt (wir berichteten) nur einen kleinen Teil ein – es gab auch Ideen für Aktionen, die die Altstadt zusätzlich beleben sollen. Die sind durchaus groß – aber auch umsetzbar?

Die dreistündige Versammlung der Werbegemeinschaft Altstadt neigte sich dem Ende entgegen, da warf Vorsitzender Franz Köpf noch einige Schlagworte in den Raum und hoffte auf Resonanz. Ihm ging es um künftige Projekte und Aktionen in der Altstadt.

Eines der Stichworte war der Black Friday, zu deutsch Schwarzer Freitag. Damit ist weniger ein Börsencrash wie 1929 gemeint als „der Ausverkauf des Jahres“. Der schwarze Freitag kommt ebenfalls aus den USA und meint den Freitag nach Thanksgiving, mit dem man in den Staaten in den Weihnachtsshopping-Rummel startet. Dabei spielen vor allem auffällige Rabattaktionen eine Rolle, etwa die Halbierung der Preise, wie sie auch von den Internetversandhäusern mittlerweile in Deutschland angeboten werden.

Kommt der Black Friday nach Schongau?

Womit Köpf aber eine Gegenreaktion provozierte: „Haben wir das nötig, müssen wir uns derart unter Wert verkaufen?“, wollte ein langjähriger Einzelhändler wissen, der unter anderem Schmuck verkauft und auch beim Thema Internet bzw. Facebook nur kopfschüttelnd reagiert. Beatrice Amberg hatte sich dazu Gedanken gemacht, verfügt doch die Werbegemeinschaft über sie über einen Webauftritt und einen Facebook-Account. Amberg hatte unter anderem ein Interview von Nina Hugendubel zitiert, in dem sich diese Gedanken über das Thema Mobilität beim Einkaufen gemacht hatte. Es gehe um das Thema offline und online, so Amberg und über das eigene Erscheinungsbild im Netz: Bin ich on- oder offline?, wobei Amberg nicht nur Facebook, sondern auch Stichworte wie Instagram, Pinterest und andere soziale Plattformen nannte. Und Hugendubels Resümee übernahm, in dem diese folgerte, dass, wenn man den Kunden behalten wolle, man ihn in seiner Mobilität abholen müsse. Im Übrigen werde es eine Facebook-Schulung geben, bot Amberg an.

Eine handfestere, weil greifbare Marketingaktion schwebt Franz Köpf vor, wobei diese deutlich teurer werden könnte: eine mobile Eisbahn, die man im Dezember und Januar auf dem Marienplatz aufbauen könne. Die Außerferner Firma AST, Tochterunternehmen der Elektrizitätswerke Reutte (EWR), vermietet solche Anlagen, unter anderem stammt auch die am New Yorker Rockefeller-Center von AST, für gut 30 000 Euro. Möchte man die Gefrieranlage erwerben kostet dies ca. 120 000 Euro.

Weitere Werbe-Idee: Ein "Schaufenstertausch"

Summen, die nur mittels Sponsoren und eines Lenkungsausschusses möglich seien. Allerdings, so Köpf wisse er von den Penzbergern und ihrem Projekt um dessen Wirkung. Dort allerdings kümmert sich die Stadt komplett um solche Ideen, was den Anwesenden, mit Blick auf das Projekt Weihnachtsbeleuchtung, ein Schmunzeln aufs Gesicht zauberte.

Weitere Ideen für die Werbegemeinschaft wären ein „Schaufenstertausch“, so Köpf, der nichts kostet, dafür aber den Fokus auf vielleicht weniger beachtete Geschäfte lenken könnte, und eine Stadtrallye, bei der anstatt Hexen die Geschäftsbesitzer gesucht werden müssten – um den Faktor acht verkleinert und aus Porzellan und Plastik als „ULittle“ nachgebildet. Es gehe immer, so Köpf, darum, die Leute in die Altstadt zu holen, wobei die Werbegemeinschaft „Akteur und Handelnder“ sein wolle. 

Oliver Sommer

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