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Das Bundeswehr-Areal, das es zu überplanen gilt. Jetzt hat die Heimstätte ihre Pläne präsentiert.

Zweiter Bewerber für Bundeswehr-Areal

Firma Heimstätte: Preiswert Wohnraum schaffen

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Peiting - Zweite Bewerberrunde für den Sozialen Wohnungsbau auf dem ehemaligen Bundewehrgelände in Peiting: Jetzt hat – nach der Schongauer Baufirma Haseitl – auch die Oberbayerische Heimstätte ihr Konzept für eine Bebauung an dem Gelände an der Bahnhofstraße im Gemeinderat vorgestellt, das 50 bis 70 Wohneinheiten umfassen soll.

Wer noch das schillernde Konzept der Firma Haseitl im Hinterkopf hatte, der wurde beim Vorstellungstermin durch die Heimstätte wieder auf den Boden geholt. Geschosswohnungsbau mit sozialverträglichen Mietpreisen: Das ist es, was laut Heimstätte auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände entstehen soll. Nicht mehr.

Anders als die Firma Haseitl hat die Heimstätte kein Interesse, auf dem Gelände auch Reihenhäuser und ein paar „Stadthäuser“ zu errichten. Bei der Präsentation hat man sich vielmehr darauf konzentriert, den gemeindlichen Grundentwurf zu optimieren. Das würde heißen: Hufeisen-Bebauung mit Geschosswohnungen. Um den bestehenden Baumbestand in der Mitte herum.

Doch kein Kino für Peiting?

Einzig und allein das eint den Vorschlag der Heimstätte mit dem der Firma Haseitl. Denn anders als beim Schongauer Mitbewerber geht es bei der Heimstätte nicht um die Gewerbeflächen am Ostbahnhof. Wir erinnern uns: Dort sieht das visionäre Haseitl-Konzept ein Kino und einen Supermarkt vor. Ebenso ein Parkhaus für Besucher und die Anwohner von gegenüber.

Vision contra also. Praktisch war auch die Vorstellung des eigenen Konzepts. Das große Ziel der Oberbayerischen Heimstätte: „Wie kann preisgünstiger Wohnraum entstehen?“, so Geschäftsführer Michael Zaigler.

Das geht schon mal damit los, da das Grundstück auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände per Erbbaurecht von der Gemeinde an die Heimstätte weitergegeben werden sollte. „Das ist wirtschaftlich.“

Tiefgarage statt Parkhaus?

Die Verbesserungsvorschläge der Heimstätte zum gemeindlichen Vorschlag: Die Baukörper noch mehr zusammenfassen, um noch mehr Wohnraum entstehen zu lassen. An der Seite zur Bahnhofstraße evtl. noch ein Stockwerk draufsetzen. Und Pult- statt Satteldächer, um die Wohnraumqualität im Dachgeschoss zu verbessern.

Anders als beim Haseitl-Konzept, das ein Parkhaus auf der gegenüberliegenden Straßenseite vorsieht, würde die Heimstätte weiter auf eine Tiefgarage setzen - allerdings in abgespeckter Form mit Duplex-Parkplätzen.

Dem Ganzen folgte ein langwieriger Fach-Vortrag über die verschiedenen Fördermöglichkeiten, der zumindest eines klar werden ließ: Aus wenig Geld möglichst viel Wohnraum zu machen - damit kennt man sich bei der Heimstätte auf jeden Fall aus.

Heimstätte vs. Haseitl - spannendes Rennen!

Mit welchem Förderkonzept man in Peiting schließlich an die Sache rangehen möchte, das steht auf einem ganz anderen Blatt Papier. Schließlich muss sich der Gemeinderat erstmal für einen Bauherren entscheiden. Der heimische Haseitl also gegen den Oberbayerischen Heimstätten-Riesen, der auf dem Sozialwohnungs-Bau-Sektor eine tragende Rolle spielt. In Sachen ideenreiche Planung muss sich Haseitl allerdings auf keinen Fall hinter dem Bau-Riesen verstecken. Das Rennen um den Auftrag dürfte spannend werden.

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