Die Zukunft des Schongauer Bahnhofs? Andreas Holzhey (links oben) ist im Gespräch mit der Stadt. Vielleicht will er den Schongauer Bahnhof kaufen.

Gespräche mit der Stadt

Holzhey hat Pläne für Schongauer Bahnhof

Wird es konkreter mit Plänen für den Schongauer Bahnhof und das Umfeld? Zumindest gab es bereits Gespräche zwischen der Stadt und einem Investor, dem gebürtigen Schongauer Andreas Holzhey.

Schon vor zwei Jahren hatte Schongaus Bürgermeister Karl-Heinz Gerbl keinen Hehl daraus gemacht, dass ihm Andreas Holzhey als Investor für den Bahnhof am liebsten sei. Kein Wunder: Schließlich stammt der Wahl-Berliner, Sohn von Ehrenbürger Fritz Holzhey, aus Schongau und ist mit seiner Bürgerbahnhof Oberland GmbH in genau diesem Metier tätig. Der Bahnhof Murnau, den Holzhey vor zwei Jahren gekauft und saniert hat, ist kürzlich zum deutschen Tourismus-Bahnhof des Jahres gewählt worden. „Das war ein schönes Projekt, wir sind dort im großen und ganzen fertig“, sagt Holzhey.

Dann wäre doch Zeit für eine neues Projekt – in Schongau. Dass er sich das vorstellen könnte, will Holzhey nicht verhehlen: „Mein Interesse hat sich schon rumgesprochen, wir sind mit der Stadt im Gespräch“, sagt Holzhey. Aus dem Rathaus werden von Vize-Bürgermeister Paul Huber, der Gerbl (Urlaub) vertritt, aber nur die Gespräche bestätigt. „Man ist dran und es wäre dringend, dass wir dort etwas machen.“

Das ist auch für Holzhey das Wichtigste. „Denn es bringt nichts, wenn ich das Bahnhofsgebäude saniere und das Umfeld schaut so aus wie jetzt.“ Am allerwichtigsten sei, dass von den verschiedenen bahneigenen Besitzern nichts mehr an andere Interessenten verkauft werde. „Die Stadt muss dafür sorgen, dass dort kein Unsinn passiert.“ Sollte irgendjemand dort etwas anderes bauen, seien alle Pläne gestorben. Außerdem müsse die Stadt, wie in Murnau geschehen, in einem zweiten Schritt das Umfeld herrichten mit Busbahnhof und Park&Ride-Plätzen. Er selbst würde das Bahnhofsgebäude beleben, was aber nicht so einfach wäre wie in Murnau. Die Lage direkt an der vielbefahrenen Bahnhofstraße sei in Schongau nicht so attraktiv, gegenüber gebe es an der Tankstelle einen Kiosk und nebenan ein Restaurant – die Konkurrenz ist groß. „Man könnte aber sicher eine Postfiliale reinbringen“, gibt Holzhey Einblick in seine Überlegungen. „Doch das sind alles noch ungelegte Eier.“

Zuerst muss die Stadt die Flächen im Umland erwerben und Holzhey das Bahnhofsgebäude. Und das beim englischen Besitzer Patron Capital gar nicht so leicht, selbst für einen Fachmann wie Holzhey. „Das ist schwierig“, gibt er zu. Er hat nur erfahren, dass der Immobilienkonzern die vielen Bahnhofsgebäude, mit denen er jahrelang nichts angestellt hat, loswerden will. Der Schongauer Bahnhof soll derzeit für die Stadt reserviert sein. Ob man sich darauf verlassen kann, weiß Holzhey aber nicht.

Er weiß nur, dass die Reaktivierungs-Überlegungen der Fuchstalbahn ganz in seinem Interesse liegen. Denn er ist nicht nur Mitglied und Kassenprüfer bei der Initiative Fuchstalbahn, sondern seit kurzem auch im Besitz des Bahnhofs Landsberg. Start- und Zielbahnhof der Fuchstalbahn in seiner Hand, und das bei einem reaktivierten Personenverkehr – „das wäre schon eine tolle Sache“, schwärmt Holzhey über diese Zukunftsvision.

(bo)

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