Der Schongauer Bergsteigerchor lässt Festliches zum eigenen Geburtstag erklingen.

Schongauer Bergsteigerchor feiert Geburtstag

Benefizkonzert statt Hochglanz-Broschüre

Drei Chöre, die Schongauer Stadtkapelle und das Peitinger Harfenduo haben beim Jubiläumskonzert „50 Jahre Schongauer Bergsteigerchor“ die gut 400 Besucher im Schongauer Jakob-Pfeiffer-Haus begeistert. Es war ein Benefizkonzert zugunsten der Nepalhilfe. Und so viel wurde gespendet:

Schongau – Es war ein hochklassiges Konzert mit alpenländischer Musik, bei der die Akteure fliegend die Bühne wechselten. Daran beteiligt waren der Schongauer Bergsteigerchor mit Leiter Günter Brenner, die Stadtkapelle mit Dirigent Andreas Immler und der Trentiner Bergsteigerchor „Cima d‘Ambiez“ sowie der Gospelchor „Joyful People“ aus Hohenpeißenberg mit Marianne Hofmann und das Peitinger Harfenduo mit Marianne Baab und Irmi Barnsteiner.

Kurt Müller, erster Vorstand des Bergsteigerchors, sagte bei seiner Begrüßung, der Bergsteigerchor wolle sein 50-jähriges Jubiläum nicht mit einer kostspieligen Hochglanz-Festschrift feiern, sondern mit einem Benefizkonzert. Es sei ihm und den Sängern des Chores eine Herzensangelegenheit, mit dem Erlös die 2015 beim Erdbeben zerstörte Michael Dacher-Schule in Nepal zu unterstützen. 28 Schulen gibt es dort insgesamt, die Hälfte davon und etliche Dörfer wurden zerstört. Viele Kinder und Erwachsene seien immer noch traumatisiert. In der Michael Dacher-Schule – Michael Dacher starb 1994 im Alter von 61 Jahren – werden 500 Kinder unterrichtet. „Sie konnte heuer ihren Betrieb wieder aufnehmen“, sagte Herbert Zimmert, Mitarbeiter der Nepalhilfe Beilngries.

Bürgermeister Falk Sluyterman gratulierte namens der Schongauer Bürgerschaft und des Stadtrates zum 50-jährigen Jubiläum des Bergsteigerchores. Er erinnerte daran, dass dem Chor vor 50 Jahren bei einem gemütlichen Hüttenabend von Franz Wilde Leben eingehaucht worden ist. Franz Wilde folgten als Leiter Dieter Knirsch, Peter Ostermeier und nunmehr Günter Brenner. „Für Schongau und das Ammer-Lech-Land sowie für das gesamte Alpenvorland ist unser Bergsteigerchor ein weithin bekanntes Aushängeschild“, so Sluyterman. Er sei im gesamten Bundesgebiet, in Tirol und Südtirol ein gern gesehener Gast. Er vermittele Leben aus erster Hand, indem er seit 50 Jahren mit Gesang erfreue und damit die Lebensart der Bergwelt auch musikalisch näherbringe. Das Credo müsse lauten: „Gut ist, was Menschen zusammenführt.“

Landrätin Andrea Jochner-Weiß indes ist fasziniert davon, was der Chor in 50 Jahren geleistet hat. Sie überreichte Kurt Müller den „Löwen des Landkreises Weilheim-Schongau“. Eine Anerkennung für den Chor, die hochverdient sei.

Gerhard Schäller war der humorige Moderator des Abends. Er hatte die Chöre, die Stadtkapelle und Harfenduos jeweils angekündigt und dabei die Besucher mit Informationen zu Interpreten und Stücken gefüttert. 22 Stücke waren es insgesamt. Eine fein ausgewählte Musik, die dem Anlass angemessen war.

Walter Kindlmann

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