„Comtesse & Co“ (von links): Steffen Zander, Rahel Comtesse und Peter Krempelsetzer widmen sich in ihrem Musik-Kabarett im Eulenspiegel dem Thema Glück. Foto: ms

Im Schongauer Eulenspiegel: Auf der Suche nach dem Glück

Schongau - Was macht Frauen glücklich? Ein Frühstücksmüsli, Schokolade, Rückenkraulen, ein Dampfbad, Handtaschen und Schuhe: So meinen es jedenfalls die Männer, die zum Kabarettabend mit „Comtesse & Co“ im Eulenspiegel gekommen waren.

Dort war beim Programm „Vorsicht Glück!“ das Publikum nicht nur Zuhörer, sondern wurde das eine oder andere Mal gleich mit ins Programm eingebunden.

Und was denken die Frauen - die beim Abend der Schalander-Kleinkunstbühne diesmal zahlenmäßig deutlich in der Überzahl waren - was ihre Männer glücklich macht? Da schien die Antwort noch viel einfacher zu sein: Sex, Fußball, Autos (am besten gleich zwei auf einmal), die Tageszeitung und Elektro Conrad!

Was einem auf der Suche nach dem Glück so alles widerfahren kann, führten Comtesse & Co den Besuchern in witzigen, lebensnahen Dialogen und Geschichten und dazu passenden Songs vor Augen. Sängerin Rahel Comtesse verkörperte dabei die rastlose, unerbittliche Glückssucherin Manù, die schon alles versucht hat, ihrem Glück auf die Sprünge zu helfen: Sie hat die Wohnung neu eingerichtet, sich eine Katze und einen Hund angeschafft, ist ins Fitnesscenter eingetreten, hat angefangen, schlechtes Wetter zu lieben und ist in der Reinkarnationstherapie in vergangene Leben zurück gegangen: „Faktisch müsste ich glücklich sein“, stellt sie fest - „doch es hat alles nichts genutzt!“

Da macht es sich ihr Kumpel Hartmut (im richtigen Leben Peter Krempelsetzer), cooler Drummer und selbsternannter Glücksexperte, schon viel einfacher. Er ist davon überzeugt: „Glück ist magnetisch - schau mich an“, und lebt frei nach dem Prinzip: „Planlos leben - alles akzeptieren, was so kommt.“

Bedingt durch die zwei ganz unterschiedlichen Charaktere ergibt das so manches amüsante Wortgefecht, über das sich die Besucher in der Eule köstlich amüsieren dürfen. Zwischendurch gibt Pianist Steffen Zander immer mal wieder seinen Senf dazu und mimt den unkomplizierten Felix, den schon eine Currywurst an der Münchener Balanstraße oder auch mal ein Tag des Nichtstuns glücklich und zufrieden macht.

Undenkbar für Manù: Sie befolgt lieber die Liebestipps, die sie mal irgendwo gelesen hat, und macht sich mit fremdartigem Akzent (der soll angeblich manchmal Wunder wirken) an einen netten Mann aus dem Publikum ran.

Einer der Höhepunkte des Abend ist das improvisierte Lied „Froschgesang im Sonnenuntergang“, das Manù in (angeblichem) Suaheli vorträgt - mit recht kreativer Übersetzung von Hartmut - nachdem die Zuschauer zuvor den Titel und die Sprache selbst bestimmen durften.

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