Die Leinwand bleibt dunkel: Das Filmtheater Schongau ist seit Wochen geschlossen.foto: spe

Schongauer Filmtheater vor dem Aus?

Schongau - Was wird aus dem Filmtheater Schongau? Werden dort noch Filme gezeigt? Die Konkurrenz vor Ort bedauert die Situation.

Immer wieder haben die Redaktion in der jüngsten Vergangenheit Anfragen oder auch Anschreiben erreicht, in denen gefragt wurde, was mit dem Filmtheater sei und ob dort überhaupt noch Filme gezeigt werden sollen. Otto Konrad hat sich dazu vor einigen Wochen nur sehr kurz geäußert. „Das Kino ist noch auf analoge Filme ausgerichtet und es gibt in dieser Technik kaum noch Filme, die mir angeboten werden. Die Zukunft ist die digitale Technik. Doch ob ich in sie investieren und das Kino entsprechend umrüsten werde, kann ich noch nicht sagen.“ Eine Aussage, die gleichermaßen für das Filmtheater Schongau wie auch für das Central-Theater in Peiting gilt.

Für Filmfreunde ist das sicher eine unbefriedigende Situation. Aber nicht nur für die, sondern auch für die eigene Konkurrenz vor Ort.

Georg Werner, der das Lagerhauskino in Schongau und das Starlight in Weilheim betreibt, hat sich dem Wandel gestellt. „Ich habe in die neue Technik investiert und kann nur jedem raten, das auch zu tun“, sagt er. Und weiter: „Für mich hat es sich in jedem Fall gelohnt und ich würde es immer wieder tun.“

Eigentlich könnte er sich ja freuen, wenn die Konkurrenz aufgibt, doch Werner sieht das anders. „Ich finde es schade um jedes Kino, das zugemacht wird“, erklärt er auf Nachfrage. Für die beiden Säle in Schongau und Weilheim hat er jeweils 60 000 Euro in die neue Technik gesteckt. Eine Technik, die übrigens vom Freistaat gefördert wird. „Wenn Otto Konrad rechtzeitig Anträge stellt, gibt’s etwa 30 Prozent Zuschuss.“

Doch will der überhaupt noch weitermachen, lohnt sich die Investition in die neue Technik für die Filmtheater in Schongau und Peiting noch angesichts vieler Cineasten, die nach Mauerstetten bei Kaufbeuren oder in den Trifthof in Weilheim fahren? Konrad äußert sich dazu aktuell nicht mehr, ist auch telefonisch nicht erreichbar.

Georg Werner ist zwischenzeitlich in die Bresche gesprungen, zeigt gerade jetzt in der Osterzeit typische Kinderfilme wie „Die Abenteuer von Mr. Peabody und Sherman“ oder auch „Bibi und Tina - der Film“. Und er meint: „Das sind Produktionen, die wären mit Sicherheit beim Kollegen auch gelaufen. Und die Kinder sollen doch unter dieser Entwicklung nicht leiden.“

(spe)

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