Diese Art von Bänken sollen in der Fußgängerzone aufgestellt werden. Auffällig: Die nicht durchgezogene Lehne.

Ausschreibung für Bänke und Schirme

Schongauer Fußgängerzone: Ende Mai soll Eröffnung sein

Schongau - Ende Mai soll die Schongauer Fußgängerzone eröffnet werden. Das wurde am Dienstag im Bauausschuss bekannt. Um alles rechtzeitig und vor allem mit der gewünschten Ausstattung hinzubekommen, musste die Verwaltung Trick 17 anwenden.

Mitten in der Diskussion war Paul Huber (CSU) vollends verwirrt. Eben hatten sich alle Beteiligten auf passende Bänke geeinigt, als Huber irritiert fragte: „Was schreiben wir jetzt eigentlich aus?“ Denn die schönen Sitzgelegenheiten kann die Stadt nicht einfach kaufen, es muss eine Ausschreibung geben, an der sich alle möglichen Anbieter beteiligen können. „Wir halten unsere Gestaltungswünsche fest“, antwortete Martin Blockhaus vom Stadtbauamt. Man rechne damit, dass sich auch die Firma des Wunschanbieters beteiligt.

Es ist nicht einfach mit den Details der Fußgängerzonen-Ausstattung. Zwar ist bei der Stadtratssitzung im Dezember die Ausgestaltung größtenteils besprochen worden, doch Einiges wie etwa die Bänke blieben offen. Und weil die Firmen zum Teil acht Wochen Lieferzeit haben, musste die vorzeitige Ausschreibung jetzt erfolgen, um sich nicht Ende Mai mit einer halbfertigen Fußgängerzone zu blamieren.

Das Stadtbauamt hat sich von den ursprünglich geplanten Bänken, die mit massiver Lehne in der Mitte beidseitig nutzbar gewesen wären, verabschiedet. Das jetzige Wunschmodell sieht auf den neun geplanten Bänken eine Lehne nicht auf der ganzen Breite vor, die fünf Bänke um den Marienbrunnen sollen gar keine Lehne haben. „Die sind flexibler“, so Blockhaus. Die 115 Kilo schweren Bänke, die mit 29 000 Euro veranschlagt sind, sollen nicht im Boden verankert werden, könnten bei Bedarf also umgruppiert werden.

Unzufrieden mit der Wahl war Bettina Buresch (ALS). „Die Bänke passen mit ihrer modernen, schlichten Art nicht in die historische Altstadt.“ Man müsse ja nichts ganz altertümliches finden, aber zumindest ein Mittelding. Das sah ihr Fraktionskollege Siegfried Müller anders: „Wir wollen ja eine schlichte Ausstattung“, sagte er. Mit 8:1 Stimmen fiel der Beschluss, die Bänke nach dieser Art auszuschreiben. Einstimmig war dagegen der Beschluss zu den sechs viereckigen ockerfarbigen Schirmen, die mit ihrer Größe von vier auf vier Metern auf insgesamt zehn Bodenhülsen verteilt werden können. Die sollen 22 000 Euro kosten.

Einen Ortstermin wird es dagegen noch zum Thema Licht geben. Welche Weißfarbe haben die Leuchten, wie wird das Ballenhaus angestrahlt, wie könnte der Marienbrunnen in Szene gesetzt werden? „Wegen der Komplexität haben wir ein externes Büro dazugebeten, das uns alle Möglichkeiten aufzeigen wird“, sagte Blockhaus. Die Maria im Brunnen beispielsweise könnte von unten, aus dem Brunnen oder von einer Laterne oberhalb angestrahlt werden. Diese Möglichkeiten sollen den Stadträten demonstriert werden.

Boris Forstner

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